Read Magie der Schachtaktik: Intuition, Fantasie & Präzision by Claus Dieter Meyer Online

magie-der-schachtaktik-intuition-fantasie-przision

Schach gilt als ein Kampfspiel, das zu 99% aus Taktik besteht so ein verbreitetes und wohl auch legitimes Zitat Denn nahezu jeder Zug in einer Schachpartie ist mit taktischen Elementen oder Motiven verkn pft Folgerichtig ist das st ndige Trainieren der Taktik auf hohem Niveau unverzichtbar f r ambitionierte Spieler, die sich im Turnierkampf behaupten und dort Erfolg haben wollen.Das vorliegende Trainingswerk beabsichtigt keineswegs die Vermittlung fundamentalen Taktikwissens Vielmehr richtet es sich an fortgeschrittene Spieler, die sich intensiv mit komplizierten und tiefgr ndigen taktischen Themen befassen wollen, um ihre F higkeiten auf diesem Gebiet zu optimieren Die ausgew hlten Beispiele und bungen zu Angriffstechniken und Transformationen sind teilweise so komplex, dass zur Wahrheitsfindung langwierige und im Kampf am Brett nicht mehr kalkulierbare Analysen erforderlich sind In solchen F llen gewinnen die im Untertitel genannten Qualit ten Intuition, Fantasie Pr zision zunehmend an Bedeutung Es ist das ausdr ckliche Anliegen der Autoren, diese Fertigkeiten beim Leser zu entwickeln und so weit wie m glich zu vervollkommnen Dieser Lernprozess wird angefacht durch die Freude an kreativen und brillanten taktischen Ideen sowie durch die Erwartung an resultierende Erkenntnisgewinne Ein fortgeschrittenes Studium der Taktik, das Ihnen zahlreiche magische Stunden verspricht Claus Dieter Meyer, geboren 1946 in Bremen, FIDE Meister 1983 , ist ein bekannter Schachjournalist und autor Er spielte f r die Schachabteilung des SV Werder Bremen und war deren langj hriger hauptamtlicher Schachtrainer.Gro meister Dr Karsten M ller wurde 1970 in Hamburg geboren Er studierte Mathematik und promovierte 2002 Seit 1988 spielt Karsten M ller f r den Hamburger SK in der Bundesliga und errang den Gro meister Titel 1998 Der weltweit anerkannte Endspiel Experte wurde 2007 vom Deutschen Schachbund als Trainer des Jahres ausgezeichnet....

Title : Magie der Schachtaktik: Intuition, Fantasie & Präzision
Author :
Rating :
ISBN : 3959200722
ISBN13 : 978-3959200721
Format Type : E-Book
Language : Deutsch
Publisher : Beyer, Joachim, Verlag Auflage 1 8 August 2018
Number of Pages : 103 Pages
File Size : 962 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Magie der Schachtaktik: Intuition, Fantasie & Präzision Reviews

  • Jörg Palitzsch
    2018-11-21 04:35

    Über die Taktik im Schachspiel haben sich viele kluge Köpfe Gedanken gemacht. Max Euwe, Weltmeister von 1935 bis 1973, brachte es auf eine einfache Formel: „Strategie braucht Denken, Taktik braucht Beobachtung.“ Savielly Grigoriewitsch Tartakower, polnisch-französischer Schachmeister, der in die Schachgeschichte mit der nach ihm benannten Tartakower-Variante eingegangen ist, sagte: „Taktik ist zu wissen, was zu tun ist, wenn es etwas zu tun gibt. Strategie ist zu wissen was zu tun ist, wenn es nichts zu tun gibt.“In dem Buch „Magie der Schachtaktik – Intuition, Fantasie & Präzision (Joachim Beyer Verlag, 324 Seiten, 23 Abbildungen, Lesebändchen, gebundene Ausgabe, 29,80 Euro ) werden diese Denkansätze über Beobachtung und die Techniken des Angriffs, die auf dem Studium der Taktik beruhen, zusammengeführt. Die Autoren Claus Dieter Meyer (FIDE-Meister) und Großmeister Dr. Karsten Müller bauen dabei auf ihr Werk „The Magic of Chess Tactics“ auf, haben spezielle Spielabläufe für das Training zusammengestellt, gegliedert und erweitert, vor allem um Taktikbeispiele der Weltmeister Aljechin, Tal, Kasparow, Anand und Carlsen. Ergänzend dazu werden die Themen Dame und Springer im Angriff, der Springer im Angriff, dargestellt als eine „Monsterkrake“ auf d5, Fesselung und der Angriff mit ungleichfarbigen Läufern hervorgehoben.Folgt man diesem üppig ausgestatteten Trainingsbuch, kommt dem Springer aus taktischer Sicht eine entscheidende Rolle auf dem Schachbrett zu, die in gut einem Drittel des Buches ausgeleuchtet wird. Der Springer begünstige aufgrund seiner Gangart Verwicklungen und der gekonnte Umgang mit ihm zähle zu den schwierigsten Aufgaben für einen Schachspieler. Auf engem Raum sehr wendig, sorge er, vor allem im Mittelspiel, für unliebsame Überraschungen, während er im Endspiel dem Läufer auch unterlegen sein kann, heißt es im Kapitel „Der Springer im Angriff“.Wie ein roter Faden zieht sich der Begriff „Transformation“ durch das Buch. Für einen Schachspieler, der seine Züge lediglich als Abfolge von Fragen und Antworten, von Aktion und Reaktion versteht, mag die komplette Umwandlung der eigenen Partie, hin zum Gewinn, ein schwieriges Unterfangen sein. Die Aufgabenstellung ist komplex: Die Einschätzung des Zusammenspiels der eigenen Figurenstärke, die Bewertung der eigenen Stellung, der angestrebte Abtausch, die Stellung des Gegners, sowie die Gesamtkomposition soll sich in ein Bild transformieren, in dem sich die einzelnen Komponenten auf dem Schachbrett auflösen und in ein taktisches Manöver münden.Genau an diesem Punkt setzt die im Buchtitel angesprochene Magie an, wobei die Autoren keine Zauberlehrlinge sind. Meyer und Müller beschreiben die Transformation einer Partie als eine einschneidende Veränderung auf dem Brett, die dem Charakter des Kampfes, der Pläne und Ideen des Spieler eine neue Richtung geben. Dies kann durch einzelne Spielzüge ausgelöst werden. Etwa beim Materialtausch, bei der Umwandlung von Bauern, bei einer Veränderung der Bauernstruktur, beim Öffnen oder Schließen von Linie, Reihen und Diagonalen, beim Materialopfer und schließlich bei den Übergängen von der Eröffnung ins Mittelspiel hin zum Endspiel.Transformation, im Sinne von Taktik, bringt eine Veränderung der Komponenten Stärke, Raum und Zeit mit sich, die einer beträchtlichen schachlichen Kompetenz bedarf. Die Autoren führen den russischen Großmeister und Schriftsteller Alexander Suetin ins Feld, der Umgestaltungen keineswegs als willkürlich bezeichnete. „Sie liegen vielmehr im Wesen der Strategie und Taktik des Schachkampfes.“So zählt die Transformation einer Stellung zu den schwierigsten Aufgaben im Schach. Im letzten Teil des Buches bekommt der Spieler dann Ratschläge an die Hand, um sich der Thematik grundlegend zu nähern. Beim Abtausch gelte etwa, dass man selbst mehr davon profitiere als der Gegner. Eine Erkenntnis, die ein erfolgreiches Handeln nach sich ziehen kann, ist auch, dass die Springer nach statischer Kontrolle, die Läufer aber nach Dynamik streben. Wenn man statische Vorteile hat, so der Rat der Autoren, sollte man Komplikationen meiden und durch Manövrieren die Stellung verstärken, bis sie reif für die Transformationen eines Vorteils in einen anderen ist. Wenn man statisch im Nachteil ist, sollte man Dynamik anstreben. Die Beispiele, wie dies praktisch umgesetzt werden kann, sind mannigfaltig und werden mit Analysen und Kommentaren untermauert. Vielleicht schafft man dann auch Feuerwerke der Transformationen, wie sie, voller Überraschungen, in zwei Partien beschrieben werden. Darunter ein Materialopfer, das zu einer Angriffschance wird. Die radikalste Transformation. Und die schönste.„Magie der Schachtaktik“ ist kein Zauberbuch. Um die richtigen Erkenntnisse, vor allem im Bezug auf die Transformation, zu ziehen, bedarf es vieler Übungsstunden. Das Buch mit seinen Lehrbeispielen und Partien ist dafür der richtige Begleiter.