Read Meine Mutter war eine schöne Frau by Karlien de Villiers Online

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Mit MEINE MUTTER WAR EINE SCH NE FRAU betritt ein neues Talent die Comicwelt Karlien de Villiers, 1977 in S dafrika geboren, erweitert mit ihrem ersten Buch die Palette des autobiografischen politischen Comics Aus der Sicht eines weissen M dchens erz hlt Karlien de Villiers in einer schlichten, suggestiven Bildsprache von ihrer Kindheit im S dafrika am Ende der Apartheid Es gelingt ihr das eindringliche Portrait einer Familie mit ihren Freuden und Frustrationen, ein Gradmesser f r die Spannungen eines Landes, dessen Alltag damals durch Rassengesetze bestimmt war Trotz des n chternen Blicks ist die Geschichte nicht frei von Anteilnahme und ironisch gebrochener Nostalgie....

Title : Meine Mutter war eine schöne Frau
Author :
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ISBN : 3907055993
ISBN13 : 978-3907055991
Format Type : Audio Book
Language : Deutsch
Publisher : Edition Moderne Auflage 1., Aufl 1 Dezember 2005
Number of Pages : 592 Pages
File Size : 979 KB
Status : Available For Download
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Meine Mutter war eine schöne Frau Reviews

  • Vogel-Sedlmayr, Gereon
    2019-02-20 09:09

    "Meine Mutter war eine schöne Frau" ist einer der gegenwärtigen Welle Comic-Romane, die mit einem melancholischen Grundton das Erwachsenwerden ihrer Verfasser nacherzählen. (Zu ihnen zählen u.a.: "Blankets" von Craig Thompson, "Persepolis" von Marjane Satrapi und "Die heilige Krankheit" von David B.). Der Rezensent ist ein glühender Fan von all diesen gut beobachteten, zur Identifikation einladenden Werken und empfiehlt auch dieses wärmstens.Eine wichtige Rolle spielt im Zusammenhang all dieser Geschichten die Auseinandersetzung mit der Religion. Und hier war dieser Comic-Roman, der in Südafrika spielt, für mich doch sehr überraschend. Mir wurde nämlich im (evangelischen) Religionsunterrichtin den 80er Jahren das Apartheids-Regime als eine gottlose Sache dargestellt. Protestantische Frauenorganisationen warben mit dem Slogan "Kauft keine Früchte der Apartheid" für einen Boykott südafrikanischen Obstes. Auf Kirchentagen wurde mächtig Stimmung gegen den institutionalisierten Rassismus gemacht. Der schwarze, anglikanische Bischof Tutu bekam als christlicher Regimekritiker den Friedensnobelpreis. Die Rollen erschienen mir klar verteilt: Wer christlich bzw. evangelisch sein wollte, musste gegen die Herrschaft der Weißen in Südafrika sein. - Karlien de Villiers lässt einen für mich überraschenden Blick auf die andere Seite werfen: auch die Unterstützer der Apartheid, die Rassisten sahen sich als evangelische Christen und versuchten sich als Vorkämpfer gegen den gottlosen Kommunismus darzustellen.Wichtiger als das Thema des Christentums ist in "Meine Mutter war eine schöne Frau" die Auseinandersetzung mit der Moderne - insbesondere mit ihren problematischen Seiten. Karliens Eltern sind anfangs schöne, porschefahrende Zeitgenossen. Aber ihre moderne Kultur ist zu schwach, dass die Eltern ein gutes Leben für sich und ihre Kinder begründen können. Der Vater trinkt zu viel, und die Mutter raucht und stirbt an Lungenkrebs. Der Zerfall der Familie verläuft parallel zum politischen Zerfall des Apartheid-Regimes, wodurch die Familiengeschichte einen großen, tragischen Charakter annimmt.