Read Blütenökologie - Band 1: Die Partner der Blumen: Blühende Beziehungen in unserer Mitwelt (Die Neue Brehm-Bücherei) by Hans-Joachim Flügel Online

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Die Bl ten kologie als eigenst ndiger Wissenschaftszweig, welcher die Beziehungen zwischen den Bl ten und ihren tierischen Best ubern erforscht, entwickelte sich erst gegen Ende des 19 Jahrhunderts, als umfangreiche Beobachtungen an Bl ten und Bl tenbesuchern erfolgten Im 20 Jahrhundert zun chst ins Abseits geraten, r ckte die Bl ten kologie gegen Ende des 20 und zu Beginn des 21 Jahrhunderts wieder in den Fokus der Aufmerksamkeit nicht nur der Wissenschaftler, sondern auch der konomen und Natursch tzer.Die Forschung wendet sich heute verst rkt den molekularbiologischen Aspekten der Bl ten kologie zu, w hrend die Wirtschaft neue Wege der Best ubung von Nutzpflanzen sucht Im Naturschutz macht man sich Gedanken ber die zunehmende Bl tenarmut unserer Landschaft im Gefolge ver nderter Landnutzungen und deren Auswirkungen auf das gesamte kologische Beziehungsgeflecht.Im ersten Band dieses Werks werden die tierischen Partner der Bl tenpflanzen vorgestellt, mit ihren Eigenheiten, die sie im Beziehungsgeflecht mit den von ihnen besuchten Bl ten entwickelt haben Ein Gro teil des Bandes wird eingenommen von den Insekten, doch haben sich aus nahezu allen Tiergruppen einige Vertreter dazu verf hren lassen, sich auf eine Beziehung mit den Bl ten einzulassen Daneben wird die Bedeutung der Bl ten kologie f r den Menschen und die Gesellschaft in ihren verschiedensten Aspekten vorgestellt....

Title : Blütenökologie - Band 1: Die Partner der Blumen: Blühende Beziehungen in unserer Mitwelt (Die Neue Brehm-Bücherei)
Author :
Rating :
ISBN : 3894325321
ISBN13 : 978-3894325329
Format Type : Hardback
Language : Deutsch
Publisher : VerlagsKG Wolf Auflage 1., 5 August 2013
Number of Pages : 245 Seiten
File Size : 582 KB
Status : Available For Download
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Blütenökologie - Band 1: Die Partner der Blumen: Blühende Beziehungen in unserer Mitwelt (Die Neue Brehm-Bücherei) Reviews

  • Gerhard Schneider
    2018-11-10 17:15

    Ein aktuelles blütenökologisches Werk, das zugleich viele Bezüge zu Umweltfragen herstellt, ist grundsätzlich zu begrüßen. H.-J. Flügels relativ teures Bändchen, "Blütenökologie Band 1, erschienen in der renommierten Reihe "Neue Brehm-Bücherei" und ehrgeizig konzipiert als "eine deutschsprachige Zusammenfassung zum Stand der Forschung auf dem Gebiet der Blütenökologie" (Vorwort), beeindruckt durch eine Fülle von Informationen die durch instruktive Aufnahmen Blüten besuchender Insekten (viele vom Autor selbst) ergänzt werden.Trotzdem hinterlässt das Buch, das durch einen zweiten Teil ergänzt werden soll, einen etwas zwiespältigen Eindruck, vor allem wenn man den vom Autor selbst gewählten hohen Anspruch als Maßstab nimmt. Das liegt zum Teil an simplifizierenden oder spekulativen Textpassagen, die in einem Überblick zum Stand der Forschung fehl am Platze sind, z.B.:• Spekulationen über mögliche Vorstellungen von Laien zur Blütenökologie (S. 5);• H.-J. Flügels Erfahrung, dass Kinder und Erwachsene meistens überrascht sind, wenn sie von weiblichen und männlichen Geschlechtsorganen der Pflanzen hören, seien sie gemeinsam in einer Blüte angesiedelt oder aber auch auf zwei Blüten verteilt, wie z.B. bei "Herrn und Frau Brennnessel" (S. 12);• die Aussage, dass Pflanzen u. a. den Wind oder Tiere als "Liebesboten" vom männlichen zum weiblichen Geschlecht "gewählt" haben (S. 13);• merkwürdigen Spekulationen zur Koevolution von Blütenpflanzen und tierischen Bestäubern: "Nun mussten sich die Pflanzen nur noch überlegen, wie sie die Tiere dazu bewegen können, sich in ihrem Sinne als direkte Liebesboten zu betätigen" (S. 13);• die Erkenntnis, dass "Lieschen Müller" weniger soziale Faltenwespen kennt als ein Biologe (S. 88)...Möglicherweise hatte H.-J. Flügel zunächst die Absicht, ein populärwissenschaftliches Buch zu schreiben, ggf. mit besonderer Berücksichtigung des Aspekts "Mensch und Blume". Das würde u. a. auch viele Textabschnitte erklären, die er im Kapitel "Gesellschaft und Blüten¬ökologie" (S. 163 ff.) präsentiert, z.B.: Pollenfunde im Grab von Neandertalern, Göttern gewidmete Pflanzen, Börsenkrach im 17. Jh. aufgrund von Fehlspekulationen mit Tulpen, Blütenteppiche an Fronleichnam, Parfümindustrie, Blumen für Gourmets...Abgesehen von derartigen Passagen, die einen Bezug zum aktuellen Stand der blütenö-kologischen Forschung schwerlich erkennen lassen, versucht der Autor, in den meisten Kapiteln, seinem eigentlichen Thema in akzeptabler Form gerecht zu werden. Am besten gelingt ihm das auf seinem eigenen Forschungsgebiet, das offenbar darauf ausgerichtet ist, das Besucher-spektrum für bestimmte Blütenpflanzen unter verschiedenen Bedingungen zu erfassen - er bezeichnet es als florale Faunistik (S. 151 ff.). In diesem Abschnitt erscheint auch gerechtfertigt, dass die aufgeführten Forschungsergebnisse teilweise ca. 100 Jahre alt sind, denn sie werden um neuere Erkenntnissen und noch unpublizierte Beobachtungen des Autors ergänzt.Weniger gelungen - und aus Sicht des Rezensenten häufig überflüssig - sind wisssenschafts-historische Abschnitte, die H.-J- Flügel an verschiedenen Stellen seines Buches eingefügt hat. Die Kapitel "Vorgeschichte zur Blütenökologie" (S. 13 ff.) und "Geschichte der Blüten¬ökologie" (S. 17 ff.) haben z.B. mit dem aktuellen Forschungsstand wenig zu tun. Auch ergeben sich überflüssige Redundanzen, etwa zwischen den Kapiteln "Geschichte der Blütenökologie" und "Entwicklung der Floralen Faunistik in Mitteleuropa". Die "Geschichte der Blütenökologie" bleibt zudem inhaltlich nur bis zur Mitte des 19. Jahrh. bei dem Thema "wer hat wann neue blütenökologische Erkenntnisse durch Beobachtung und Experiment gewonnen", dann schwenkt der Autor über zu einem Überblick über seit Mitte des 19. Jahrh. erschienene biologische Werke, die (auch) über Ergebnisse der Blütenökologie berichten. Die in diesem Zeitabschnitt tatsächlich gewonnenen neuen Erkenntnisse bleiben dagegen weitestgehend unerwähnt. Einige finden sich immerhin an anderer Stelle. So wird KARL v. FRISCHs Entdeckung der Tanzsprache der Honigbiene merkwürdigerweise im Kapitel "Warnung vor Gefahren an Blüten" vorgestellt (S. 67).Nicht nur im historischen Teil sondern auch in einigen anderen Kapiteln kommt es vor, dass H.-J. Flügel lediglich mitteilt, wer neue Untersuchungen publiziert hat, nicht aber was im einzelnen herausgefunden wurde. Beispiele finden sich u.a. auf den Seiten 76, 80, 93, 122 und 126 - wobei der Hinweis auf S. 226 fehlerhaft sein dürfte, weil sich im Literatur¬verzeichnis keine entsprechende Arbeit findet. Wie ein inhaltsleerer Literaturhinweis den Leser einigermaßen ratlos machen kann, zeigt ein Beispiel aus S. 224 (letzte Textseite). Hier verweist H.-J. Flügel auf eine Arbeit aus dem Jahr 1978, von der man nur erfährt, dass sie die Abhängigkeit der Bestäuberfauna auf verschiedenen Flächen (Brachland, extensiv oder intensiv genutzter Obstbau u.a.) von der Art der jeweiligen Bewirtschaftungsform untersucht hat. Ohne die Befunde dieser Untersuchung vorzustellen, fügt der Autor die Vermutung an, dass das Ergebnis heute - aufgrund der Zunahme des Pestizideinsatzes und der Intensivierung der Bewirtschaftung - "noch deutlicher ausfallen dürfte".Vor dem Hintergrund der hier kritisierten Punkte hinterfragt der Rezensent auch die Rolle des Verlags-Lektorats, dem zudem auch bei manchen langen Sätzen nicht aufgefallen ist, dass Anfang und Ende nicht zusammenpassen (s. z.B. S. 188, Legende zu Abb. 43, 2. Absatz).Gesamtbeurteilung nach Abwägung von Gesamtleistung und Kritikpunkten: 3 Sterne.

  • Anton Oberleuthner
    2018-11-08 19:56

    Vorneweg einige grundlegende Informationen über den Inhalt des Buches:Es behandelt nicht nur einheimische Pflanzen und ihre Besucher, sondern schildert Blüte-Besucher-Beziehungen aus allen Erdteilen, und oft auch aus den Tropen. Es geht auch nicht bloß um Insekten als Blütenbesucher, sondern auch um die Bestäubungsleistung von Echsen, Flughunden und Fledermäusen, Vögel und vierfüßigen Säugetieren. Es geht auch nicht ausschließlich um Bestäuber, sondern auch um Blütenbesucher aus anderen Gründen (z.B. Jäger, die an Blüten ihrer Beute auflauern, Tiere, die dort ihre Schlafplätze haben etc.) Und schließlich: Auch die Beziehung zwischen dem Menschen und den Blüten wird behandelt; das betrifft kulturelle Aspekte, aber auch ökonomische - wie z.B. die Versuche der modernen Landwirtschaft, eine zufriedenstellende Bestäubung der Feldfrüchte herbeizuführen, oder sogar ohne Bestäubung einen Fruchtansatz herbeizuführen.Es handelt sich also um ein Überblickswerk mit sehr breit gespanntem Themenbogen.Wer ein Buch über die Insekten sucht, die er in seinem Garten an den Pflanzen beobachten kann, ist hier falsch und wird enttäuscht sein.Was man aber findet, ist ein Überblick über die vielfältigen Wechselbeziehungen zwischen Blüten und ihren zahlreichen, aus den verschiedensten Gründen kommenden Besuchern, sowie über die Prinzipien, die diesen Wechselbeziehungen zu Grunde liegen. Das beginnt mit der Frage, warum sich Pflanzen überhaupt diverser Tiere als Bestäuber bedienen, führt zu Erklärungen über den "Rüstungswettlauf", den Pflanzen und ihre Bestäuber gegeneinander führen, läßt auch nicht die Frage der Entwicklung der heute zu beobachtenden Beziehungen zwischen Blüten und Bestäubern aus und zeigt, daß manche Arten, die bisher nicht als Bestäuber in Erscheinung getreten sind, recht schnell in eine neu entstandene (durch Einwanderung neuer Blütenpflanzen) oder überraschend frei gewordene (z.B. durch Aussterben der ursprünglichen Bestäuber) Rolle als Bestäuber einwandern können. Man erfährt daß die Räuber, die sich auf Blüten einfinden, einen weiteren Selektionsdruck aufbauen und die Beziehung zwischen Blüten und Bestäubern beeinflussen können.Mancher Leser wird, so wie ich, verblüfft sein, welche Vielfalt an Tiergruppen als Bestäuber in Frage kommen: Sogar Giraffen sollen bei bestimmten Akazien als Bestäuber wirksam sein. Ich persönlich war auch überrascht, bei wie vielen Pflanzen die Bestäuber noch nicht bekannt sind, oder erst in jüngster Zeit bekannt wurden, und wie schwierig es ist, solche Fragen zu klären. Genau so fasziniert hat mich, mit welch feinem Instrumentarium manche Pflanzen eine Vielzahl von Bestäubern aus verschiedenen Gruppen (Nachtfalter, Kolibris) zu "steuern" vermögen, oder wie eng Bestäuber und Blüten aufeinander abgestimmt sein können.Manche Ausführungen des Autors werden recht kontrovers aufgenommen werden: So gibt es auch ein Kapitel über Neophyten, also invasive Pflanzenarten, in dem der Autor die Gefahren, die von einigen Arten, wie etwa dem drüsigen Springkraut, ausgehen, relativiert und ihre Bedeutung als Ergänzung des Nahrungsangebotes für blütenbesuchende Insekten betont.Wer ein Problem gerne unter verschiedenen Gesichtspunkten sieht, wird so etwas mit Interesse lesen; wer sich nicht gerne durch eine Vielfalt an Standpunkten "verwirren" lassen will, der wird an solchen Ausführungen nicht viel Freude haben.Bei einer derart breit gestreuten Vielfalt an Informationen, Denkanregungen und "Aha-Erlebnissen" fällt für mich kaum ins Gewicht, daß sich im Buch auch Ausführungen zur "Blumensprache" oder zu tradtionellen Blumenschmuck bei Volksfesten finden; ich hätte sie nicht gebraucht, aber sie stören mich auch nicht; andere Leser werden das anders sehen.Das Buch ist, bei dieser Fülle an Informationen, recht textlastig und nicht allzu üppig illustriert, aber es finden sich schon auch schöne oder zumindest aussagekräftige Fotos. Diese sind als Farbtafeln angeordnet. Ein Bilderbuch erwirbt man also definitiv nicht!Fazit:Ein äußerst interessantes Werk mit einem weiten Spektrum an Themen, zu denen grundlegende, aber interessante Informationen geliefert werden. Für Leser, die sich nicht gerade auf Blütenökologie spezialisiert haben, dürften einige "Aha-Erlebnisse" garantiert sein.In meinen Augen ein empfehlenswertes Werk, und ich warte schon gespannt auf Band 2

  • Doris Seibt
    2018-11-10 12:55

    "fast kommt es schon zu spät.............für die Rettung der Bienen, der Nutzinsekten, der Wildkräuter usw......aber mir macht es wieder Mut, dass Menschen, wenn sie dieses Buch lesen, endlich begreifen lernen, was jetzt auf unseren wunderschönen Planeten passiert.Dieses Buch sollte ein muss werden als Lehrbuch für Studenten der Fachrichtungen Biologie, Landwirtschaft, Biochemie, Botanik und Zoologie sowie Landwirtschaft, Imker, Gärtner und Züchtungsforschung.In dem ersten Band wird die Blütenökologie und ihre Verbindungen mit der menschlichen Gesellschaft auf allen Ebenen allgemeinverständlich erklärt und gezeigt, was jeder Einzelne von uns tun kann, um diese Schöpfung der Natur zu erhalten. Wir können gespannt sein auf den zweiten Band."Doris SeibtMitglied des VEN e.V.Markt Schwaben[...]