Read Schreiben für die Freiheit: 1942 bis 1949: Als Journalist im Sturm der Ereignisse by Rainer Nitsche Online

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ber den Autor und weitere MitwirkendeSebastian Haffner, geb 1907 in Berlin, emigrierte 1938 nach England, wo er mit Germany Jekyll Hyde eine scharfsinnige Analyse zum zeitgen ssischen Deutschland schrieb 1954 kehrte er nach Deutschland zur ck Zu seinen bekanntesten Werken geh ren die Anmerkungen zu Hitler , Von Bismarck zu Hitler , Der Verrat Deutschland 1918 1919 Sebastian Haffner starb sechs Tage nach seinem 91 j hrigen Geburtstag 1999 in Berlin....

Title : Schreiben für die Freiheit: 1942 bis 1949: Als Journalist im Sturm der Ereignisse
Author :
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ISBN : 3887471695
ISBN13 : 978-3887471699
Format Type : Hardcover
Language : Deutsch
Publisher : Transit Auflage 1., Originalauflage 1 September 2001
Number of Pages : 179 Pages
File Size : 863 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Schreiben für die Freiheit: 1942 bis 1949: Als Journalist im Sturm der Ereignisse Reviews

  • None
    2018-12-08 09:33

    Dieses Buch leidet unter zwei Dingen:Erstens ist es ein aus dem Englischen rückübersetztes; dabei geht - nolens volens - das Meiste von der Orginalität des Haffnerischen Schreibstiles verloren. Das ist deshalb so tragisch, weil Haffner - das wird jeder bezeugen können, der bereits mehrere Werke von ihm gelesen hat - über einen einmaligen Stil verfügt: die Leichtigkeit, die Klarheit und Treffsicherheit im Ausdruck - sie blitzt nur noch gelegentlich auf; die elegante, kunstvolle Zeichensetzung, die den Haffnerischen Sätzen ihre Musikalität verleiht, und die es dem Berliner Publizisten sprachlich ermöglicht, die besondere Vielschichtigkeit und Nuanciertheit seiner Gedanken auszudrücken - sie ist bei der Übersetzung fast vollständig auf der Strecke geblieben.Zweitens fehlt die thematische Systematik. Man kann dies auch gar nicht erwarten, da das Buch ledigleich aus einer Ansammlung von Haffner- Artikeln besteht, die er in den Jahren 1942 bis 1949 für den Britischen Observer geschrieben hat. Die einzelnen Artikel folgen recht wahrlos aufeinander. Somit lässt dieses Buch ein bestimmtes Maß an gedanklicher Systematik vermissen. Das ist deshalb so tragisch, weil Haffner für seinen Gedankenreichtum bei gleichzeitiger gedanklicher Stringenz berühmt und berüchtigt ist: Haffner ist stets in der Lage, die Motive und Absichten der einzelnen Personen und Ereignisse, die er beschreibt, auf besonders tiefsinnige Weise darzulegen. Er zeigt die Paradoxien, Ambivalenzen und Wechselwirkungen, die den geschichtlichen Abläufen innewohnen. Dies alles gelingt ihm in diesem Buch kaum - kann ihm auch nur schwer gelingen; dafür sind die einzelnen Beiträge zu kurz und zu sehr auf den konkreten Moment hingeschrieben.Trotzdem sind die Beiträge interessant - weil sie in einer bestimmten historischen Situation hic et nunc geschrieben wurden. Sie sind daher Dokumente von besonderer zeitgeschichtlicher Bedeutung.Zwar leiden die Texte unter der Rückübersetzung und ihrer inhaltlichen Flüchtigkeit - dennoch gelingt es Haffner nicht selten, eine kluge, geistreiche und nicht zuletzt auch witzige Bemerkung in seinen Artikel anzubringen.Das Buch ist deshalb durchaus zu empfehlen - wenn auch in erster Linie nur für Haffner- Fans.

  • Amazon Customer
    2018-11-29 06:20

    Dieses Buch leidet unter zwei Dingen:Erstens ist es ein aus dem Englischen rückübersetztes; dabei geht - nolens volens - das Meiste von der Orginalität des Haffnerischen Schreibstiles verloren. Das ist deshalb so tragisch, weil Haffner - das wird jeder bezeugen können, der bereits mehrere Werke von ihm gelesen hat - über einen einmaligen Stil verfügt: die Leichtigkeit, die Klarheit und Treffsicherheit im Ausdruck - sie blitzt nur noch gelegentlich auf; die elegante, kunstvolle Zeichensetzung, die den Haffnerischen Sätzen ihre Musikalität verleiht, und die es dem Berliner Publizisten sprachlich ermöglicht, die besondere Vielschichtigkeit und Nuanciertheit seiner Gedanken auszudrücken - sie ist bei der Übersetzung fast vollständig auf der Strecke geblieben.Zweitens fehlt die thematische Systematik. Man kann dies auch gar nicht erwarten, da das Buch ledigleich aus einer Ansammlung von Haffner- Artikeln besteht, die er in den Jahren 1942 bis 1949 für den Britischen Observer geschrieben hat. Die einzelnen Artikel folgen recht wahrlos aufeinander. Somit lässt dieses Buch ein bestimmtes Maß an gedanklicher Systematik vermissen. Das ist deshalb so tragisch, weil Haffner für seinen Gedankenreichtum bei gleichzeitiger gedanklicher Stringenz berühmt und berüchtigt ist: Haffner ist stets in der Lage, die Motive und Absichten der einzelnen Personen und Ereignisse, die er beschreibt, auf besonders tiefsinnige Weise darzulegen. Er zeigt die Paradoxien, Ambivalenzen und Wechselwirkungen, die den geschichtlichen Abläufen innewohnen. Dies alles gelingt ihm in diesem Buch kaum - kann ihm auch nur schwer gelingen; dafür sind die einzelnen Beiträge zu kurz und zu sehr auf den konkreten Moment hingeschrieben.Trotzdem sind die Beiträge interessant - weil sie in einer bestimmten historischen Situation hic et nunc geschrieben wurden. Sie sind daher Dokumente von besonderer zeitgeschichtlicher Bedeutung.Zwar leiden die Texte unter der Rückübersetzung und ihrer inhaltlichen Flüchtigkeit - dennoch gelingt es Haffner nicht selten, eine kluge, geistreiche und nicht zuletzt auch witzige Bemerkung in seinen Artikel anzubringen.Das Buch ist deshalb durchaus zu empfehlen - wenn auch in erster Linie nur für Haffner- Fans.