Read Und in uns der Himmel by Johannes Albendorf Online

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Eine Entscheidung treffen Das Schwerste, aber auch Sch nste im Leben.Der junge Jonas verliebt sich im Priesterseminar in den charismatischen Christian Zwischen Dom und Bibliothek, zwischen Badesee und Rom erleben sie die Sch nheit und Turbulenzen einer gro en Liebe.Kann ihr Gl ck von Dauer sein Einf hlsam und in poetischen Bildern beschreibt Johannes Albendorf mit gro er Eindringlichkeit das Dreiecksverh ltnis zwischen den beiden jungen M nnern und der Kirche.Dabei entzieht sich diese bet rende Geschichte einer Lebensliebe den g ngigen Schwarz Wei Kategorien der Weltanschauungen....

Title : Und in uns der Himmel
Author :
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ISBN : 3845919841
ISBN13 : 978-3845919843
Format Type : PDF
Language : Deutsch
Publisher : AAVAA Verlag 1 September 2016
Number of Pages : 199 Seiten
File Size : 662 KB
Status : Available For Download
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Und in uns der Himmel Reviews

  • Amazon Kunde
    2019-04-08 11:28

    Aus der Sicht einer 'kirchlichen Insiderin' gelesen lassen sich viele Formulierung und Argumentationen und auch Personentypen wiedererkennen. Der Autor ist gut informiert über dir theologische Diskussion und die kirchlichen Vorgänge. Die Erzählung ist fiktional aber so gut geschrieben, dass sie wahr sein könnte. Das lässt nach dem mitreißenden Leseerlebnis ein bedrückendes Gefühl zurück. Wer Happy Endings braucht - besser nicht lesen. Das Buch ist zwar teilweise auch fröhlich und positiv geschrieben - doch es hat auch tragisch-traurige Szenen die zu Tränen rühren. Am Ende siegt die Melancholie.

  • Pete
    2019-04-02 17:34

    Eine wunderschöne Liebesgeschichte. Ohne ins Schmalzige abzudriften. Johannes Albendorf schreibt angenehm einfühlsam und klar.Die Liebe ist schon nicht leicht. Wenn sich dann noch zwei Männer lieben, die katholische Priester werden wollen, wir die Sache hochkompliziert. Albendorf schafft es, alles Nötige anzusprechen ohne zu überproblematisieren; Fakten zu vermitteln, ohne zu belehren. Herausgekommen ist ein lebendiger, gefühlvoller und spannender Roman.Besonders schön fand ich den „Soundtrack“ … immer wieder werden Songs erwähnt. Habe schon überlegt mir daraus eine Mix-CD zu machen.Freue mich schon auf das nächste Buch von Albendorf!

  • felix-francois
    2019-03-22 12:08

    In diesem Buch wird das Thema Homosexualität in einer Welt dargestellt, die dieser mehr als skeptisch gegenüber steht - zumindest in weiten Teilen. Der Protagonist verliebt sich während seiner Ausbildung zum Priester in einen Mitstudenten und dieser in ihn und damit fangen neben allem Schönen auch die Probleme an.Jonas, der Erzähler, hängt zwischen den Stühlen und es ist unklar, wie er sich befreien kann."Und in uns der Himmel" ist die eigenwillige Geschichte einer großen Liebe oder/und einer großen Sehnsucht - und das jeweils mal 2 - denn natürlich liebt jemand, der Priester werden will, auch die Kirche.Das alles ist schön und anschaulich dargestellt - sehr poetisch, verträumt, aber auch mit Humor gewürzt, insgesamt durchaus erfrischend unkonventionell. Und trotzdem gut zu lesen, denn man kommt gut in die Handlung hinein.Die Charakter wirken sehr authentisch (einige werden durchaus boshaft seziert), die erotischen Szenen sind dezent geschrieben.Es geht um die Liebe - und der Humor und die Poesie sorgen dafür, dass die Geschichte nicht zu sehr ins Dramatische abrutscht, wenn man das so sagen kann.Insgesamt geht der Autor sehr sensibel und weitgehend ohne Vorurteile (beiderseits!) mit diesem leider immer noch heiklen Thema um.So offen sollte immer darüber gesprochen werden!

  • Nick Arent
    2019-03-20 14:29

    Albendorfs erstes Oeuvre kommt vielgestaltig daher. Mal als Einblick in das Leben junger Priesteranwärter in der katholischen Kirche, die man heute eher verwundert anblickt. Doch Albendorf beschreibt das zunächst noch kindliche, im christlichen Glauben verhaftete Wesen des jungen Jonas so feinfühlig und liebevoll, dass man von Anfang an in die Handlung hineingezogen wird und mit Jonas mitfühlen, ja sich gar mit ihm identifizieren kann. Denn waren wir nicht alle mal jung und haben noch so herrlich davon geträumt, die Welt zu erobern und positiv zu verändern?So sehr der „moderne Mensch“ von heute auch über Jonas zarte Naivität und unkritische, ja unterwürfige Haltung gegenüber dem nach außen christlichen, im Innern aber knallharten und brutalen, ja totalitären System des Katholizismus mit absolutem Wahrheitsanspruch und Spitzeleien lachen mag, irgendwie muss man den jungen Novizen auch beneiden, da er Herz für den Nächsten besitzt, wo die meisten seiner Altersgenossen nur den eigenen Nutzen sehen und von Nachfolge im Glauben träumt, wo andere schon längst den technischen und pekuniären Fetischen des modernen Lebens huldigen. So gesehen, ist Jonas ein sehr unkonventioneller Held unserer Zeit.Unkonventionell, aber eben auch tragisch – und das ist die andere Seite des Buches. Der größten Verführung des Lebens, der Liebe, muss natürlich auch der junge Jonas anheim fallen. Zart und unschuldig beschreibt Albendorf die Annäherung von Jonas und Christian, der so ein ganz anderer Typ ist, was Jonas natürlich fasziniert. Christian schafft es, Jonas zu „knacken“ und aus seiner kindlichen Glaubenswelt hinaus zu holen. Bisweilen geschieht das ohne den realistischen Biss, der zu einer jungen Liebe eben gehört. Wer zum Beispiel nach leidenschaftlichen Liebesszenen blättert, geht leer aus – Schade eigentlich, das hätte dem Buch sicher noch etwas mehr Würze gegeben, ohne dabei reißerisch zu wirken.Nach dem Frühlingserwachen des Jonas entwickelt er sich zu einem erwachseneren und kritischeren Geist, schafft es aber, und darin liegt das Tragische der Geschichte, letztlich nicht, sich zu lösen von... ja, wovon eigentlich? Geschickt stellt Albendorf eine ganz existenzielle Lebensfrage: Entscheide ich mich für die Liebe oder für meine Berufung? Der Leser fiebert hier mit Jonas mit, möchte ihm mal zu dem einen, mal zu dem anderen raten, aber letztlich muss jeder seine Entscheidung für sich alleine treffen, mit allen Konsequenzen und mit allem Schmerz...Ich finde, Albendorf ist hier ein ganz tolles Erstlingswerk gelungen, dass man trotz der vielen nachdenklichen Fragen auch immer mit einem Lächeln lesen kann, da es eine immer frische Sprache mit einem ironischen Unterton und einer gesunden Portion Frechheit besitzt. Man denke nur an die Figur des „Kotulla“, an der allein schon der Name wirklich lustig und gut gewählt ist.Und letztlich regt das Buch einen auch dazu an, es auszuhalten, dass es eben nicht immer die eine richtige Lösung im Leben geben kann. Man möchte den jungen katholischen Gläubigen in all ihrer Vielfalt, ob schwul oder sonst irgendwie den katholischen Dogmen widersprechend, wünschen, dass sie von ihrer Kirche bald nicht mehr in eine solche Lage gebracht werden müssen. Lesenswert!