Read Die Kanzler und ihre Familien: Wie das Privatleben die deutsche Politik prägt (Taschenbücher) by Holger Schmale Online

die-kanzler-und-ihre-familien-wie-das-privatleben-die-deutsche-politik-prgt-taschenbcher

Konrad Adenauer hatte acht Kinder, das wei heute kaum jemand mehr, weil es damals kaum der Rede wert war Helmut Kohl versuchte in den Siebzigern und Achtzigern, den Deutschen das Ideal der heilen Kleinfamilie zu demonstrieren Gerhard Schr der machte dann Patchwork auch im Kanzleramt bekannt Und Angela Merkel Sie hat keine Kinder, konzentriert sich auf die Arbeit, auch das kennen viele Deutsche Wie sich unsere Gesellschaft ver ndert hat, zeigt sich auch an den Menschen, die dieses Land regiert haben Ihre Vorstellungen von Familie wiederum haben Deutschland gepr gt So sprach sich Helmut Kohl vor dem Bundestag f r die Hausfrauenehe aus Dominierten Sicherheit und Wirtschaft die Politik des Exsoldaten Helmut Schmidt Und Gerhard Schr der tat so viel f r die Gleichberechtigung von Mann und Frau wie kein anderer Kanzler Die Journalisten Jochen Arntz und Holger Schmale entwerfen anhand der Kanzlerfamilien ein faszinierendes Panorama dieses Landes Der Blickwinkel von Arntz und Schmale ist erfrischend anders als die blichen Politik verstehenden Biografien Das Buch bietet neue Zug nge zu diesem Wissen und zeigt neue Zusammenh nge auf, ohne psychologisieren zu wollen DEUTSCHE PRESSE AGENTUR...

Title : Die Kanzler und ihre Familien: Wie das Privatleben die deutsche Politik prägt (Taschenbücher)
Author :
Rating :
ISBN : 3832164510
ISBN13 : 978-3832164515
Format Type : PDF
Language : Deutsch
Publisher : DuMont Buchverlag GmbH Auflage 1 16 April 2018
Number of Pages : 272 Seiten
File Size : 675 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Die Kanzler und ihre Familien: Wie das Privatleben die deutsche Politik prägt (Taschenbücher) Reviews

  • Fidibus
    2019-02-18 06:44

    Hanns von Meuffels als TV-Kommissar faszinierte mich sofort, so daß ich keine Folge freiwillig ausließ[e]. Nun bin ich ja gewissermaßen ein Krimi-Gucker der ersten Stunden und erlaube mir als verwöhntem Zuschauer frech, meinen Vorlieben zu frönen. Und weil ich Hanns von Meuffels als TV-Kommissar sehr schätze, merkte ich mir sogar seinen Namen, was eigentlich zu meinen Schwächen gehört: der TV-Kommissar Hanns von Meuffels wird dargestellt von Matthias Brandt, schärfte ich meinem Namen-unwilligen Gedächtnis ein.So wurde dieser Matthias Brandt neben einigen wenigen anderen deutschen Schauspielern nach meinem Verständnis also so was ähnliches wie "bester Darsteller außerhalb des amerikanischen Filmgewerbes". Deshalb fiel ich auch neulich aus allen Wolken, als ich erfuhr, daß "mein" Matthias Brandt der Sohn des Alt-Bundeskanzlers Willy Brandt sei ...Dem scheint so zu sein. ALSO (kleiner Scherz) las ich diese hier vorliegend rezensierte Publikation, weil ich mehr über diesen großartigen Schauspieler Matthias Brandt erfahren wollte (kein Scherz). Meine Hoffnung wurde enttäuscht, denn diese Publikation enthält fast nichts über Matthias Brandt außer dem flüchtigen Hinweis, daß Willy Brandt auch einen Sohn namens Matthias hatte. Daas halte ich für ... bemerkenswert.Zu dieser hier rezensierten Publikation:Wer so gar nichts weiß über die vergangenen Jahre seit Kriegsende, der möge sich diesen weichgespülten? -- oder nein: relativ betrachtet doch sehr freundlich aufbereiteten Nachhilfeunterricht der Autoren Jochen Arntz und Holger Schmale in Deutscher Nachkriegsgeschichte durchlesen. Obwohl ich selbst sozusagen "dabei" war, weil es mich als Mensch und Bürger bereits gab, habe ich zu meiner Verwunderung nicht ein einziges Mal zustimmend nicken können. Und ich habe mich selbst sehr kritisch gefragt: Wo warst DU eigentlich, als all diese Ereignisse vonstatten gingen? Ich wußte nur noch mehr oder weniger diffus, daß ich "damals" stets auf irgendwas "warten" mußte, weil weder Zeit noch Geld vorhanden waren --- die glühend-heiß ersehnte Babypuppe oder gar den Puppenwagen habe ich jedenfalls niemals bekommen, und auf sogenannte liebevolle "Überraschungen" wie meine erste Armbanduhr reagiere ich heute noch sehr böse-neurotisch-ablehnend. Daß unser Bundeskanzler damals Konrad Adenauer hieß, weiß ich deshalb noch sehr genau, weil unsere Zweit-Kleinste ihn aussprach als "Bundeldokter Adelnauer", was um so erstaunlicher ist, als wir gar kein TV und nur ein uraltes Radio besaßen, und: wir waren politisch sozusagen völlig bedeutungslos.Besagter "Bundeldokter Adelnauer" wird in dieser hier rezensierten Publikation dargestellt und beschrieben, wie in hunderten seiner Art zuvor. ICH habe bereits gelebt damals, und ICH erkenne nichts und niemanden. Aber auch nicht an nur einen einzigen all dieser anderen hier geschilderten Kanzler erinnere ich mich. Vielleicht liegt das daran, daß es damals nur wenige TV-Programme gab ... oder daß wir damals unseren Politikern noch "blind" vertrauten, mangels Alternativen, oder den "Besatzungsmächten", die ja unsere "Befreier" waren, oder weil wir einfach keine Zeit hatten, uns auch noch darum zu kümmern, denn trotz Vollbeschäftigung mußten ja auch wir irgendwie "am Fressen" bleiben, mußten zusehen, unseren Arbeitsplatz zu erhalten, irgendwie. Das ging irgendwann nur noch mit Hilfe der Gewerkschaften, das Mitbestimmungs-Gesetz wurde irgendwann durchgeboxt ..., alles "Geschichte", oder? Tja ...Das alles steht in diesem Buch, zwar zuweilen nur als "Trigger" [Erinnerungsmarkierer]. Und genau DAS werden Sie finden: jede Menge "Trigger", Erinnerungen an eigene Erlebnisse, oder an Gedanken, oder an Hoffnungen.Jedenfalls ist diese Publikation lesenswert. Allerdings sollte man ein gerüttelt Maß an Sachverstand mitbringen, denn die Autoren haben offenkundig nicht die Absicht, spektakuläre Mainstream-Neugierde zu befriedigen. Statt dessen wird hier versucht, in aller Ruhe und Besonnenheit darzustellen, wie es war ... damals. Die Autoren beschreiben in schnöden, aber ggfs. auch in sehr euphemistischen Worten, wie es war, damals, als auch deutsche Frauen endlich kapierten, daß "Engelmacher" kein "normaler" Beruf, sondern todbringend war und nichts anderes bedeutete, als daß unerwünschte Schwangerschaften "irgendwie" ... "beseitigt" werden mußten, strafbar oder nicht. Oder sogar tödlich, weil Senfbad oder Gestochere im eigenen Leib nicht nur das unerwünschte Kind, sondern einen selbst töten könnte ... und warum Alice Schwarzer noch heute als das Idol aller Frauen gilt, Feministin oder nicht, weil sie maßgeblich beteiligt war daran, daß Frauen auch heutzutage noch hart kämpfen um ihr Selbstverständnis ...Daß Ehebruch strafbar war und harte Sanktionen nach sich ziehen konnte, weiß heutzutage offenbar niemand mehr, und daß man nicht mal eben seinem Freund seine Wohnung überlassen durfte, damit der mit seiner neuen Holden dort herumvögeln könnte, belächelt heute jedermann; damals war das allerdings sehr strafbar, hieß Kuppelei, oder so ähnlich. Ich würde also nicht sagen, daß alles schlechter geworden ist, oh nein!Konrad Adenauer, der "Bundeldokter" meiner Kindertage, oder all die anderen Kanzler, auch Angela Merkel, ... sie alle werden in dieser Publikation freundlich-kritisch "beleuchtet". Es ist eigentlich kein kritisches Buch, sondern eher eine Zusammenfassung von Daten und Ereignissen, eine Übersicht gewissermaßen. Und das ist auch gut so. Allerdings empfand ICH es als Mangel, daß fast sämtliche tatsächlichen spektakulären Ereignisse sozusagen gar nicht vorkamen. Das gefiel mir zwar einerseits, andererseits aber auch wieder nicht. Wenn beispielsweise der von mir persönlich nicht soo besonders wertgeschätzte damalige Arbeitsminister Blüm in einer Show erzählt, er habe das Genörgele seiner Familie ums Essen damit beendet, indem er den gesamten Inhalt aller Schüsseln und Pfannen auf den Tisch des Hauses gekippt habe, damit sie dann dort auch wie "Schweine" essen mögen usw., dann halte ich dieses Gebaren zwar nicht für kultiviert, jedoch für äußerst aufrichtig! Diese Publikation enthält zwar keine derartigen "Familiengeschichten.", und Blüm war ja auch nicht Kanzler dieser Republik, so daß diese Schilderung eigentlich gar nicht hierher gehört, aber als Anekdote über einen Vollblut-Politiker? Gehört sowas nicht auch hierhin?Daß Joschka Fischer eine äußerst wichtige Figur in der deutschen politischen Landschaft war, scheint im Gedächtnis des deutschen Wählers ebenso Geschichte zu sein wie die Bereitschaft des deutschen Wählers, zu vergessen, daß er einer der bedeutendsten Vorkämpfer einer liberalen Politik war. Obwohl ich damals kein Wähler der Grünen war, hat es mir persönlich sehr gutgetan, auch daran einmal wieder erinnert zu werden. Und ich ließ mich widerwillig daran erinnern, daß unsere deutsche Wiedervereinigung auch ... den einen oder anderen Arbeitsmarkt vernichtet hat ...Ich sagte es ja bereits: Lesen Sie diese Publikation, und ... alle Ihre eigenen Sünden, Hoffnungen und Nachlässigkeiten werden Ihnen siedenheiß einfallen. DAS liegt an Ihnen selbst, und an der wunderbar zurückhaltenden Schreibweise der Autoren. Storytelling im negativen Sinne? Ich hoffe nicht. Aber Storytelling ist ja nicht generell negativ, nur dessen böse Absichten, nicht wahr?------------------------------Was haben also Willy Brandt und der TV-Kommissar Hanns von Meuffels gemeinsam?Richtig: Die DNA, wenn's zutrifft, daß Matthias Brandt einer der Söhne des Alt-Bundeskanzlers Willy Brandt ist. Und sonst, was sonst noch? Vielleicht ist es dieses Charisma, das diesen beiden Männern zueigen ist ...Ich werde jedenfalls auch zukünftig freiwillig keinen einzigen Krimi oder irgendeinen anderen Spielfilm versäumen, in dem Matthias Brandt irgendjemanden darstellt. Warum? Weil Matthias Brandt ein Vollblut-Darsteller ist, der mich als Zuschauer fesselt, weil er nun mal ein überzeugender Darsteller ist. Etwas weniger "blutig" wäre allerdings hochwillkommen, Herr Matthias Brandt. Bitte.... Und was werde ich mit diesem Buch tun, nachdem ich es gelesen [und rezensiert] habe? Ich werde es einordnen in meinem Regal, in der Rubrik ... Geschichtsunterricht. Und danach werde ich sehr respektvoll einsehen, daß Willy Brandt wohl ein sehr respektabler Politiker gewesen war, auf den ich "damals" recht wenig geachtet habe, weil ich jung war, mich nach einer Babypuppe und nach einem Puppenwagen sehnte oder sonstwie "Wichtigeres" zu tun hatte, als auf einen Bundeskanzler Brandt zu achten, ... dessen Sohn Matthias zufällig zu einem meiner Lieblingsschauspieler wurde. Und das, obwohl Matthias Brandt nicht mal halb so gut aussieht wie Vincent D'Onofrio, dazumal, in dessen besseren Zeiten. Daß ich jemals einen Schauspieler für beachtenswerter empfinden würde als einen meiner Bundeskanzler, macht mich irgendwie ein bißchen unfroh. Andererseits macht es mir einmal wieder klar, wie wichtig es ist, Wesentliches von Unwesentlichem unterscheiden zu lernen ...So, und nun werde ich dieses Buch ins Regal stellen ... und unter "Geschichtsunterricht" einsortieren.

  • schnickschnack
    2019-02-09 09:38

    Ich habe dieses Buch für meine 90 Jahre alte (geistig fitte) Mutter gekauft. Informativer, unterhaltsam geschriebener Inhalt, aber auch Bindung und Papier sind richtig gut. Es ist ein schönes Geschenk für Menschen, die alle Kanzler erlebt haben und dadurch auch an ihr eigenes Leben zurück denken.

  • Joe6Pack
    2019-02-01 07:45

    Herkunft und Familienleben unserer Politelite sind ein spannendes Thema der politischen Soziologie. Man haette von den beiden Berliner Journalisten zumindest eine sauber recherchierte Materialsammlung als gut lesbare Sammelbiographie erwarten koennen. Stattdessen legen sie geschwaetzige, schlampig recherchierte Kurzkapitelchen im Stil der "Bunten" vor, die so schlecht gegliedert sind, dass es dauernd Wiederholungen gibt. Kanzler wie Erhard und Kiesinger wurden der Einfachheit halber gleich ganz ausgelassen, ein Grossteil der einschlaegigen Kanzlerbiographien auch. Das Werklein ist politisch korrekt bis zum Erbrechen und jubelt pflichtgemaess und staatstragend ueber alle der beschriebenen fuenf Kanzler von Adenauer bis Merkel und ihre ausgewaehlten Lebensabschnittsbegleiter. Nur Maike Kohl-Richter kommt schlecht weg, und zu Prof Sauer faellt ihnen nichts ein, weil er nicht mit der Presse spricht. Zu politischen Inhalten haben sie nur die schlaue Idee, das Familienleben der Kanzler muesste einen Einfluss auf ihre offizielle Familien- und Gesellschaftspolitik gehabt haben. Natuerlich gabs da einen Wertewandel seit Adenauer, aber ansonsten war jenes "Gedoens" (Schroeder) fuer alle Kanzler ziemlich drittrangig. Entsprechend inhaltsarm ist auch dieses Kapitel. Positiv ist, dass man das Buch locker in drei Stunden durch hat und man ein halbes Dutzend Anekdoten erfaehrt, die man noch nicht vorher gelesen hatte. Ob dieser Erkenntniswert wirklich 22 Euro wert ist, liegt im Auge des Betrachters.