Read Höhenrausch: Die Mathematik des XX. Jahrhunderts in zwanzig Gehirnen (Die Andere Bibliothek) by Dietmar Dath Online

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Keine Angst Dies ist kein Fachbuch Es verlangt keine mathematischen Vorkenntnisse nur die Bereitschaft des Lesers, die Welt, in der er lebt, als eine zu entziffern, die mit Mathematik durchtr nkt ist Das zwanzigste Jahrhundert war ein goldenes Zeitalter dieser Wissenschaft Ihre abstrakten Strukturen werden hier an Hand von Lebensgeschichten erz hlt und begehbar gemacht.Cantor, Hilbert und Poincar sind die Portalfiguren des Jahrhunderts aber wer kennt Emmy Noether, Dirac, Chaitin, Stephen Wolfram und Edward Witten, wer w te zu sagen, was sie entdeckt haben Zwanzig Gehirne, das sind auch zwanzig Schicksale.Hier ist mit braven Nacherz hlungen nichts auszurichten Dietmar Dath erlaubt sich Tonf lle, die dem landl ufigen Wissenschaftsjournalismus nicht zu Gebote stehen Neben dem klassischen Essay verf gt er ber ein reiches Register von Darstellungsweisen die Briefform, den Dialog, die Science Fiction Geschichte.Ein Psychiater unterh lt sich mit Prinz Hamlet ber Poincar Kolmogorov wird mit einem Auftritt Joseph Stalins vorgestellt zwei coole Frauen unterhalten sich ber die irrationale Zahl O Goedel wird an Hand einer Gespenstergeschichte diskutiert, die am theologischen Seminar der Universit t Princeton spielt und Turing erscheint in einer e mail Korrespondenz ber Sex und K nstliche Intelligenz.Wer es genauer wissen m chte, f r den hat der Autor Textinseln mit Illustrationen, Erl uterungen und Beispielen eingerichtet Wer Formeln ha t, wird sie berlesen mutige Leser werden sich daran erg tzen....

Title : Höhenrausch: Die Mathematik des XX. Jahrhunderts in zwanzig Gehirnen (Die Andere Bibliothek)
Author :
Rating :
ISBN : 382184535X
ISBN13 : 978-3821845357
Format Type : Other Book
Language : Deutsch
Publisher : Eichborn 1 August 2003
Number of Pages : 163 Pages
File Size : 664 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Höhenrausch: Die Mathematik des XX. Jahrhunderts in zwanzig Gehirnen (Die Andere Bibliothek) Reviews

  • Hagen Salewski
    2018-11-09 16:24

    Im Gegensatz zu einigen meiner Mit-Rezensenten bin ich kein Mathematiker, sondern nur mathematikinteressiert. Daher suchte ich in dem Buch auch keine mathematischen Wahrheiten, sondern lehrreiche und unterhaltsame Texte. Beides fand ich. Der Autor hat das Ziel Appetit zu machen, das gelingt. Das Mittel dazu sind liebevolle, teilweise verspielt komponierte Texte in vielen verschieden Genres.Manchmal versucht der Autor mit der Textform dem Werk der benannten (oder der nicht explizit benannten) Mathematikern und Theorien zu begegnen. Ein Experiment das gelingt, und falls es nicht beim Leser ankommt, wirkt es dennoch anregend, weil man nach dieser Verbindung sucht.Wahrlich ein besonderes Buch, das sich von vielen andern ähnlichen, für die Breite der Nicht-mathematiker konzipierten Bücher, durch den literarischen Ansatz absetzt. Sehr zu empfehlen.Übrigens: Die hier rezensierte Ausgabe der Reihe der Anderen Bibliothek ist sehr schön gestaltet. Wem es weniger bibliophil auch genügt, der kann auch die Ausgabe lesen die für knapp 10 € in der rororo-Science Reihe erschienen ist.

  • Lothar Hitzges
    2018-11-09 17:26

    Oder kann die Mathematik zur Prosa werden? Der Autor Dietmar Dath beschreibt in zwanzig Kapiteln gleich viele Mathematiker und deren Beiträge zu dieser Wissenschaft. Wer ein bio-graphisches Sachbuch erwartet, muss umdenken oder das Buch weglegen. Nur kurze Teile der Lebenswege werden beschrieben. Die Protagonisten finden sich wieder in einem surrealen Bühnenbild und veranschaulichen ihr Denken in fein konstruierten Szenarien.Indikatoren wie Stimmt, wahr, richtig versagen beim Lesen dieses Buches. Nur die Frage, ob das Buch den Leser klüger macht, lasst sich mit ja beantworten. Ob nun auf dem Gebiet der Literatur oder auf dem Mathematik muss jeder selbst herausfinden.Nicht alle Mathematiker sind dem breiten Publikum bekannt und ihre Errungenschaften möglicherweise noch weniger. In solchen Fällen ist es manchmal schwer dem Gedanke des Autors zu folgen oder gar zu verstehen. So wie für den geübten Mathematiker n-dimensionale Räume keine besondere Schwierigkeit sind, wandeln die Geschichten durch Zeit und Raum, springen weit nach vorne oder hinaus in die Unendlichkeit.Doch nicht nur das Mathematische knetet der Autor wie einen zähen Teig. Auch menschliches wie Emanzipation, Homosexualität, fehlende Anerkennung, Freitod und Wahn haben ihren Auftritt auf der Bühne dieses Buches.Dem Autor ist was neues, bisher literarisch nicht da gewesenes gelungen. Er hat Mathematik und Literatur zu einem feinen Tuch verwebt. Verstehen und Interpretieren ist eine Herausforderung, die nach dem ersten Lesen schwerlich zu erfüllen ist. Vielmehr liegt hier ein Lesebuch zum mehrmals Lesen vor. Neben einem Inhaltsverzeichnis enthält das Buch ein Abbildungsverzeichnis und eine kleine kommentierte Bibliographie.

  • Fritz Moser
    2018-11-10 19:06

    Lieber Herbert, du Liebhaber der Anderen Bibliothek, nach den ersten zwei Kapiteln hast du dich von der Mathematik überrollt gefühlt. Du wolltest die mathematischen Aussagen verstehen: Cantors diverse Unendlichkeiten oder Hilberts Programm. Eine Warnung Daths ganz vorne im Höhenrausch hätte dich davon abhalten sollen: Die mathematischen Einschübe dienen der Dekoration.Die fingierte Einladung Kolmogorows (formulierte die Axiome der Wahrscheinlichkeitstheorie) bei Stalin ist spannend. Der Wahrscheinlichkeitstheoretiker soll dem Kommunisten helfen, den Zufall zu bannen. Hätte doch J.S. tatsächlich „seine" Mathematiker gefragt!K: „Wenn es eine bestimmte Wahrscheinlichkeit gibt dafür, dass es morgen regnet, und eine andere bestimmte Wahrscheinlichkeit, dass es morgen einen Wind von Osten her gibt, dann müsste in unserem angestrebten System die Quantität der Wahrscheinlichkeit, dass es regnet und zugleich der Wind von Osten kommt, exakt der Summe der beiden Einzelwahrscheinlichkeiten entsprechen." Irrtum Dietmar Dath. Kolmogorow hätte „Produkt" statt „Summe" sagen sollen oder noch besser ein Beispiel mit „oder" und „Summe" wählen sollen.Gerührt haben mich die Gemeinheiten der publizierten englischen Öffentlichkeit gegen den schwulen Vater der Informatik Alan Turing und Emmy Noethers sensibler Beitrag zur Emanzipation. Im zwanzigsten Kapitel schreibt Dath in die Zukunft der Mathematik. Leider habe ich den Kern in den Ideen der kommenden Lena Dieringshofen ganz und gar nicht verstanden.