Read Dreizehn Tage im September: Das diplomatische Meisterstück von Camp David by Lawrence Wright Online

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In dreizehn fesselnden Kapiteln zeichnet der Pulitzer Preistr ger Lawrence Wright eine der Sternstunden der Diplomatie nach Leicht war es nicht f r die drei gro en Staatslenker Mal schrien sie sich an, mal wollten sie einfach nur noch gehen Doch sie blieben Menachem Begin, der orthodoxe Jude, dessen Eltern im Holocaust umgekommen waren, Anwar el Sadat, der fromme Muslim, und Jimmy Carter, der die Bibel auswendig kannte Am 17 September 1978 unterschrieben sie den Friedensplan Doch was hatte sie, die lebenslangen Feinde, veranlasst, sich schlie lich doch zu vertrauen Wright, der erstmals Zugang zu geheimen CIA Quellen und Akten des US Pr sidenten erhielt, erz hlt einf hlsam, wie br chig die Verhandlungen am Anfang waren und wie das politische Geschick und die eigene Biographie der drei au ergew hnlichen Pers nlichkeiten diesem Frieden Halt und Zukunft zu geben vermochten bis heute Ein Buch, das auf eindrucksvolle Weise zeigt Frieden ist m glich im Heiligen Land...

Title : Dreizehn Tage im September: Das diplomatische Meisterstück von Camp David
Author :
Rating :
ISBN : 3806233810
ISBN13 : 978-3806233810
Format Type : Paperback
Language : Deutsch
Publisher : Theiss, Konrad 12 September 2016
Number of Pages : 466 Pages
File Size : 690 KB
Status : Available For Download
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Dreizehn Tage im September: Das diplomatische Meisterstück von Camp David Reviews

  • Tarik
    2018-11-01 14:08

    Es waren 13 Tage – "nur" 13 Tage könnte man sagen. Aber sie haben etwa erreicht, das bis heute seine Wirkung entfaltet: den Friedensschluss zwischen einer historisch gewachsenen regionalen Hegemonialmacht – Ägypten – und einem Staat, dessen Existenz seit jeher von fast allen anderen Nachbarn nicht nur abgestritten, sondern zum Teil – inklusive von Ägypten – aktiv bekämpft wurde – Israel.Alleine die Tatsache, dass nach der demokratischen Wahl von Mohamed Mursi in Ägypten und dem Staatsstreich gegen ihn durch General Sisi eine der drängendsten Fragen europäischer Staatschefs und des US-Präsidenten war "wird Ägypten den Friedensvertrag mit Israel einhalten?" zeigt, wie epochal dieses Dokument ist und welchen Stellenwert es bis heute besitzt.Zur Zeit der Verhandlungen befand sich der teils separatistische, teils ideologisch-orientierte Terrorismus aus dem und im Nahen Osten in einer Hochphase und wurde nicht zuletzt deswegen zu einem Stolperstein der Annäherung zwischen Ägypten und Israel, die erst wenige Jahre zuvor einmal mehr Krieg gegeneinander geführt hatten. So standen nicht nur wegen dieser Umstände die Verhandlungen mehr als ein Mal – bereits am 4. Tag wollte die israelische Delegation abreisen – kurz vor dem Scheitern, da sich die eine oder die andere Seite nicht recht wohl in ihrer Rolle fühlte und (zu Recht) befürchten musste, in den eigenen Reihen als Verräter an der Sache da zustehen, wenn die Kompromisse des Friedensschlusses zu viel Ideologie preisgäben.Wichtige Fragen der Verhandlungen, wie "komplette Entmilitarisierung auf dem Sinai?", "Jerusalem als internationale Stadt?", "Rückkehrrecht der Flüchtlinge?", standen von Anfang an auf der Tagesordnung. Mehr als ein Mal fragt man sich beim Lesen, ob die Diskussionspunkte eine Blaupause für die bis heute (nicht) geführten Gespräche auch zwischen Israel und Palästina sind – und warum sich die zwei Kontrahenten nicht ebenfalls zumindest in Teilen einigen können.Der Autor, Lawrence Wright, befasst sich auf 350 Seiten detailliert mit der Vorgeschichte von Camp David, mit den Charakteren Sadat, Begin und Carter, und mit den äußeren und inneren Stimmungen in den Staaten der beiden Hauptakteure. Zudem hat er es geschafft, durch eine Vielzahl von Zitaten die Geschichte lebendig zu erzählen, die sowohl die Gefühlslage der unzähligen Delegationsangehörigen hinter den Kulissen als auch das Überwinden des eigenen Widerstands von Begin und Sadat hervorragend veranschaulicht.Die Gliederung des Buches folgt der Tagesfolge und ist in einem 50-seitigen Prolog sowie einen 30-seitigen Epilog eingebettet. Neben einem virtuellen Rundgang durch den präsidialen Landsitz Camp David werden auch die jeweiligen politischen Bedingungen beschrieben, unter denen Sadat und Begin verhandeln mussten. Der Fokus geht trotz in allen Kapiteln eingeschobenen Rückblenden auf Lebenserfahrungen der Protagonisten und geschichtliche Begebenheiten im Vorfeld (Staatsgründung Israels, Suezkrieg, Krieg 1967) nie verloren, sondern erlaubt es durchgehend zu verfolgen, wie sich die Gesprächspartner langsam und längst nicht immer absehbar zusammenraufen.Das Buch liest sich stellenweise wie ein Krimi. Wenn man es nicht besser wüsste, müsste man annehmen, dass es fiktiver Natur ist, so absurd sind manche Gesprächswendungen und Konzessionen.Gerade in der Turbulenz der Veränderung der politischen Landkarte seit den Umbrüchen in der arabischen Welt seit 2010 ist es einmal mehr an der Zeit zu schauen, wohin Bereitschaft zu Veränderung führen kann, wenn nicht nur einerseits radikal mit Traditionen gebrochen wird, sondern dies koordiniert geschieht. Uneingeschränkte Kauf- und Leseempfehlung!