Read Die Digedags, Bd.19, Die verschwundene Dampfmaschine by Hannes Hegen Online

Title : Die Digedags, Bd.19, Die verschwundene Dampfmaschine
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ISBN : 3730209787
ISBN13 : 978-3730209783
Format Type : PDF
Language : Deutsch
Publisher : Tessloff Januar 1995
Number of Pages : 465 Pages
File Size : 875 KB
Status : Available For Download
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Die Digedags, Bd.19, Die verschwundene Dampfmaschine Reviews

  • Nachtwindhund
    2018-11-18 19:20

    Es mag obiges Wortungetüm Beispiel für die überschäumende Fabulierlust sein, die Hannes Hegen und das Mosaikkollektiv beim Gestalten der Erfinderserie immer wieder überkam, bei aller Liebe zum Historischen!Der Band umfaßt die Mosaiks 74-77 , also "Jeder einmal Vizekönig von Peru", "Der Aufstand in den Anden", "Pepperkorns Pagodenfest" und "Schmugglerjagd in Knistermeckelfingen".Wieder einmal sind die Digedags mit einer Dampfmaschine in der Welt unterwegs, diesmal, wir schreiben bereits das Jahr 1819, nach Peru. Sie soll dort in einer Silbermine eingesetzt werden.Korrupte spanische Beamte und Offiziere mit klangvollen Namen beherrschen das Land, Namen so lang wie die Schärpen, die sie sich pittoresk um den Leib winden. Untereinander sind sie sich nicht sehr grün, und jeder giert nur nach dem einträchtigen Posten de Vizekönigs. Der gerade amtierende schickt eine stattliche Eskorte mit der kostbaren Maschine ins Hochland. Kaum ist seine Residenz von Soldaten entblößt, da wird er just an seinem Geburtstag von seinem Kontrahenten gestürzt ; dem bleibt allerdings nur kurze Zeit , die neugewonnene Macht zu genießen, denn seines Vorgängers Adjudant, und hier sei einmal die Nennung seines Namens gestattet, es ist der Marchese Alonso Gomez y Saladas Mayonese di Caputo Lamentos, eilt mit den Truppen zurück und macht sich selbst zum Vizekönig.Allein gelassen, müssen sich die Digedags um die Maschine kümmern. . Und es spielt sich noch so allerlei im Hochland ab. . .Im dritten Kapitel geht es auf dem Pagodenfest des hochverschuldeten holländischen Mijnheer Pepperkorn hoch her.Mit dem letzten ihm verbliebenen Pfeffersack begibt er sich schließlich mit unseren Helden nach Nürnberg, um dort mit Pfefferkuchen sein Geld zu machen.Die Zeichnungen schwelgen im Glanz der südamerikanischen Phantasieuniformen, der südostasiatischen Kostüme des holländischen Kolonialvereins oder einer spitzwegschen Biedermeierkleinstadt - es ist nun eine Sicherheit der Perspektive und der Figurinengestaltung erreicht, von der es bis zur Dynamik und Farbenpracht der Ritter-Runkel-Serie nur noch ein Schritt ist. Zunehmend werden imposante und detailverliebte Panoramabilder über eine Doppelseite eingebaut, unter denen, auch das eine Neuerung, limerickartiger Begleittext steht, so hebt der im ersten Teil an :Blauer Himmel über Lima-was nicht selten bei dem Klima -unterhalb das Volk, das drängt,weil es sich zu Mengen mengt,und die Stimmung ist noch prima.Eigenwillige Wege der Comic-Kunst mit Anklängen an Wilhelm Busch,wie sie die westlichen - frankobelgische oder amerikanische - Magazine schwerlich kannten. Mindestens der Verzicht auf Sprechblasen, der solche Panoramabilder erst möglich machte - auch der bildgewaltige Tardi verwendet sie in einem solchen Fall nur sehr, sehr sparsam- , ist meiner Meinung nach bildkünstlerisch ein echte Verbesserung, auch wenn er leider fast gänzlich wieder in der Versenkung verschwunden ist.Und was hat es nun mit der froschgrünsauren Hutzelweibelkraxenpurzelbaumtinktur auf sich? Ein erzürnter Apothekergehilfe will sich an den Digedags wegen vermeintlicher Beleidigung seiner Braut rächen und ihnen eine ordentliche Ladung von der Brühe verpassen, besudelt aber statt dessen eine Wache am Stadttor und wandert dafür ins Loch : "Einen Kölner Stadtsoldaten bespritzt man nicht ungestraft mit purzelbaumgrüner Hutzelfroschkraxenweibelsäure !"