Read Die Vandalen: Aufstieg und Fall eines Barbarenreichs by Roland Steinacher Online

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406 n Chr Die Vandalen berrennen die Grenzen des R mischen Reiches Ihr m chtiger Anf hrer Geiserich erobert Rom Lebendig und mitrei end erz hlt Roland Steinacher die Geschichte des ber chtigsten Germanenvolkes und zeichnet ein von Mythen und Legenden befreites, modernes Bild der barbarischen Invasoren Vandalen, Alanen und Sueben ihre Namen stehen bis heute f r Zerst rung und Verw stung Sie zogen quer durch Europa, k mpften in Gallien und Spanien in r mischen B rgerkriegen oder auf eigene Rechnung Schlie lich gelang es ihnen, das r mische Afrika zu erobern Der Autor revidiert unsere Auffassung von den Vandalen als unzivilisierten Horden Vielmehr waren sie Pioniere bei der Umgestaltung der r mischen Welt Unter den vandalischen Herrschern wurden die ehemals r mischen Provinzen zu einem wohlhabenden und gut funktionierenden K nigreich Zum ersten Mal bettet der Autor die Geschichte der Vandalen in die Verh ltnisse des r mischen Mittelmeerraums im 5 und 6 Jahrhundert ein Zugleich erf hrt der Leser, wie der Vandalenname bis heute in unserem historischen Bewusstsein fortlebt....

Title : Die Vandalen: Aufstieg und Fall eines Barbarenreichs
Author :
Rating :
ISBN : 9783608948516
ISBN13 : 978-3608948516
Format Type : Kindle Edition
Language : Deutsch
Publisher : Klett Cotta Auflage 1 23 April 2016
Number of Pages : 594 Pages
File Size : 792 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Die Vandalen: Aufstieg und Fall eines Barbarenreichs Reviews

  • kreisleriana
    2019-01-25 12:06

    Größtenteils gelingt es dem Autor auch, wirkliche Spannung aufrecht zu erhalten. Die 100 jährige Geschichte des vandalischen Königtums in Nordafrika, kann man falls man möchte ja nur überfliegen. Das Drama des beginnenden Unterganges des römischen Reiches wird plastisch aufgerollt, die Rolle der sog."Völkerwanderung" kritisch beleuchtet, die politischen Entwicklungen überzeugend dargestellt. Nicht nur für Interessierte der vandalischen Geschichte ( das wäre eher ein Nischenprodukt) interessant, sondern für jeden, der sich für die Endphase des römischen Weltreiches und der Spätantike und den Übergang ins Frühmittelalter interessiert.

  • S.A.W.
    2019-02-02 06:56

    Steinacher zeichnet mit frischen Strich die Geschichte eines alten Volkes, das obwohl untergegangen, in vieler Hinsicht weiterlebt. Einerseits war der Einfall der Wandalen für Westrom so desaströs, dass ihnen die üble Nachrede des Wandalismus bis heute nachhängt. Andererseits waren die Südspanier von ihnen so beeindruckt, dass sie ihr Land bis heute (W)Andalusien nennen. Richtig ist, dass die Wandalen erstaunlich anpassungsfähig waren. Obwohl aus den Wäldern des Nordens kommend, setzten sie mit Schiffen nach Afrika über und wurden in wenigen Jahren gefürchtete Seefahrer, die das Mittelmeer beherrschten. König Geiserich besiegte sogar die gesamte Flotte von Ost- u Westrom, indem er sie mit Branderschiffen ausmanövrierte, ein Kunststück, das erst Francis Drake 1100 Jahre später gegen die Spanier wiederholte. Kein Wunder, das Byzanz danach mit Geiserich gut auszukommen versuchte. Rasch wurden die Wandalen auch erfolgreiche Gutsherren, die mit Weizen, Oliven und Wein reich wurden und die gehobene römische Lebensart gekonnt weiterführten. Dass sie untergingen, weil sie verweichlicht seien, ist nur eine von ihren Feinden angedichtete Mär. Vielmehr hatte Gelimers Flotte ebensolches Pech, wie Geiserichs Flotte Glück gehabt hatte. Wieder versuchte die byzantinische Armee vor Karthago zu landen und diesmal wurden die Wandalen überrumpelt, denn ihre Flotte befand sich gerade auf Sardinien. Als sie zurückeilte, war es zu spät und Kaiser Justinian I. hatte bereits die reichste römische Provinz zurückerobert.Die Bewohner Karthagos waren über diese Befreiung gar nicht so glücklich. Denn Byzanz beutete die Provinz für neue Kriegszüge aus und als 100 Jahre später die Araber kamen, war Afrikas Kraft dahin.Dr. Rüdiger Opelt, Autor von " Die Legionen des Varus: Das andere Mittelalter. Wenn die Römer gewonnen hätten.

  • Johannes Marian
    2019-01-21 11:41

    Steinachers großem Vandalenbuch ist auf fast jeder Seite anzumerken, dass es auf einer Habilitationsschrift beruht, die der berühmten "Wiener Schule" der Frühmittelalterforschung entstammt. Die Menge an Forschungsliteratur, die verwendet wurde, ist beeindruckend. Steinacher ist zweifellos ein Fachmann für sein Thema und gehört zu einer Gruppe jüngerer Mediävisten, Althistoriker und Archäologen, die das lange Zeit gängige Bild von einer spätantiken "Völkerwanderungszeit" in den letzten Jahren einer grundlegenden Revision unterzogen haben; folgerichtig betrachtet er die Vandalen eher als Akteure der spätrömischen Geschichte denn als barbarische Eroberer und bietet immer wieder kluge Beobachtungen. Die Schwäche des Buches ist, dass es Steinacher nicht recht gelungen ist, seinen Gegenstand übersichtlich zu ordnen und die Informationen in einer Weise zu hierarchisieren, die die Lektüre erleichtert. Das mag der Umarbeitung der ursprünglichen Qualifikationsarbeit in eine Monographie geschuldet sein. Es kann aber nur allzu leicht dazu führen, dass die Leser rasch die Lust verlieren - was bedauerlich ist.

  • Michael Seelhöfer
    2019-02-12 12:40

    Steinacher zeichnet die einhundertfünfzigjährige (historisch belegte) Geschichte der Vandalen von ihrem Auftauchen an der Donau bis zu ihrer Vernichtung in Nordafrika nach.Als typische Vertreter der Zeit der zweiten Völkerwanderung ist ihre Geschichte äußerst wechselvoll. Der Autor beschreibt ihre Wanderung von der Donau nach Afrika, ihre kulturellen Leistungen nach ihrer Sesshaftwerdung, ihren Untergang im "Vierten Punischen Krieg" sowie ihre vermeintlichen und tatsächlichen Spuren in Mittelalter und Neuzeit.Ich persönlich finde, es handelt sich um ein sehr gutes Buch, kein Leichtgewicht und auch keine leichte Literatur, aber ein kenntnisreiches und profundes Buch, welches die Geschichte der Vandalen umfänglich und exakt aufzeichnet.

  • Martinus
    2019-02-07 12:42

    Was hatte ich mich drauf gefreut. Ein neues, großes Fachbuch zu meinem Lieblingsthema: der sog. Völkerwanderung. Begeistert habe ich das Werk in die Hand genommen und zu lesen begonnen. Doch irgendwie wollte sich kein Vergnügen einstellen. Vielmehr wurde Seite für Seite immer anstrengender, und teilweise sogar langweilig. Immer wieder wird vorgegriffen und der Autor setzt umfangreiches Wissen über die Epoche, seine Schriftsteller, Herrscher (Ursupatoren) und die Völker dieser Epoche voraus. Hier fehlt ein roter Faden, eine gute Gliederung etc. Ich hab's aufgrund meines Interesses trotzdem bis zum Schluss durchgehalten. Inhaltlich sehr wertig, Ausführung: mangelhaft ! Schade!