Read Kleine Philosophie der Gaumenfreuden (Fischer Klassik) by Achim Stanislawski Online

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Philosophie besch ftigt sich nicht nur mit Abstraktem im Gegenteil Auch das sinnliche Genie en, das Essen und Trinken ist Gegenstand philosophischer berlegungen geworden Wie ist das rechte Ma hierbei zu halten Was bedeutet es f r den Menschen, essen und trinken zu m ssen wie Tiere Oder gibt es doch einen Unterschied Auf diese und hnliche Fragen antworten die hier versammelten Texte aus der ganzen Geschichte der Philosophie Sie zeigen, dass der Mensch nicht vom Brot allein lebt, sondern auch spannend und unterhaltsam dar ber nachdenken kann....

Title : Kleine Philosophie der Gaumenfreuden (Fischer Klassik)
Author :
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ISBN : 3596904536
ISBN13 : 978-3596904532
Format Type : Kindle Edition
Language : Deutsch
Publisher : FISCHER Taschenbuch Auflage 1 13 Dezember 2012
Number of Pages : 304 Seiten
File Size : 777 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Kleine Philosophie der Gaumenfreuden (Fischer Klassik) Reviews

  • Milchbar9
    2018-11-24 01:31

    Wir essen zu viel, um die innere Leere, vor allem die Seelische, zu füllen. Je weniger drin ist, seelisch, moralisch, umso mehr muss rein, Überlebensmittel also. Es ist dies eine der wesentlichen Erkenntnisse aus diesem Buch, mit einer Bandbreite von Kasteiung bis Völlerei. Alles kann möglich sein, aber beide Extreme für sich haben nie zu Erleuchtung geführt.Buddha fastete 5 Jahre, aber erst danach, mit Essen, kam die Erkenntnis. Epikur als hedonistischer Philosoph propagierte die Lust am Essen, aber ganz anders wie man ihn missverstehen wollte. Verzicht und Genuss, in diesem Wechsel und der Hinwendung zum profanen Genuss der ewigen Essens-Einkehr sah er eine gute Ausbalancierung von Geist und Leib, mit positiven Wirkungen für beide.Dieses Buch versammelt beide, Kostverächter und Schlemmer mit dem ewigen (noch nicht gelingen) wollenden Versuch, die Freuden des Magens mit denen des Geistes zu versöhnen. Waren sie einst "Handwerker der Fressalien", so sind Köche heute Zeremonienmeister höchster Genüsse, ein Buch mit Wirkungen von Lebensmitteln auf den Geist steht noch aus, Essen muss von seiner Völlerei und intellektuellen Verstopfung (Nietzsche) hingeführt werden zur Lust am Bauch und zur Lust am Geist gleicher-in-maßen. Dieses Buch bietet dafür schönste Nahrung. "Der philosophierende Bücherwurm, der sich an dem süßen Gespinst der Texte gütlich tut, wird zu einer durch Stoff- und Stoffabgabe kommunizierenden Röhre." (S 290)Gastrosophie = Bauch und Weisheit, Querschnittswissenschaft (jung) aus Geistes- und Naturwissenschaften, Wissen um Ernährung und deren Wirkungen auf Menschen, Gesellschaft. (siehe Wikipedia) Man differenziert 3 Verdauungstypen: die Regelmäßigen, die Zurückhaltenden und die Erschlafften. Erstes Werk: ; In diesem Buch 3 sehr gute Artikel (S. 155-217)

  • Helga König
    2018-12-03 07:37

    Die "Kleine Philosophie der Gaumenfreuden" enthält Texte von Platon, Diogenes Laetius, Michel de Montaigne, Jean-Jacques Rousseau, Immanuel Kant, Georg Simmel, Jean Anthelme Brillant-Savarin, Carl Friedrich von Rumohr, Ludwig Feuerbach, Friedrich Nietzsche, Walter Benjamin und anderen mehr.Diese Texte sind in fünf Kapitel untergliedert. Dabei handelt es sich um folgende: Nahrung für Leib oder SeeleFastende Heilige und zechende NarrenVom guten Geschmack zur Symbolik des GeschirrsDie GastrosophieMaterialismus und hemmungsloser Genuss.Seit Platon werden Denken und Philosophieren als vermeintlich höhere Funktionen der Seele verstanden, wohingegen der Körper in all seinen morphologischen Abläufen und Lüsten stattdessen eher als eigentümliche Akzidenz zu dieser gedacht wird. Der wahre Philosoph folgt, sofern es um das Essen und den Genuss geht, einer strengen Diätmoral, so Platon (vgl.: S.284). Zu Recht fragt Stanislawski, ob das letztlich nicht bedeute, dass die Philosophie aus lauter Kostverächtern bestehe. Er verneint aufgrund seiner intensiven Beschäftigung mit den Texten diese etwas ketzerische, rhetorische Frage sogleich, denn es gab durchaus Autoren, die den kulinarischen Genüssen große Bedeutung bemaßen und aus diesem Grunde sogar die Schule der Gastrosophie gründeten.Hier im Buch liest man u.a. vom Fasten, aber auch von der Völlerei, von der Apologie des einfachen Geschmacks, der Soziologie der Mahlzeit, der Physiologie des Geschmacks, über Geschichtliches aus der Welt der Gastrosophie, über altväterische Tischmanieren und vieles mehr.Im Quellenverzeichnis dann erfährt man, welchen Werken die Texte entnommen sind und erhält in diesem Zusammenhang zudem eine Auflistung weiterführender Literatur. Ein kurzweilig zu lesendes Buch, das ich gerne empfehle.