Read Das Buch Ijob by Eleonore Beck Online

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Das biblische Buch Ijob ist einer der fr hesten und eindringlichsten Texte zur Frage nach dem Warum des menschlichen Leidens Auch in unserer Zeit hat diese Frage nichts von seiner Aktualit t verloren Fridolin Stier 1902 1981 , T binger Alttestamentler und sprachm chtiger bersetzer, hat mit seiner bertragung alt und neutestamentlicher Texte Spuren hinterlassen und Wege gewiesen Anl sslich seines 30 Todestages geben Eleonore Beck und Martha Sonntag Stiers bertragung des Buchs Ijob neu heraus....

Title : Das Buch Ijob
Author :
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ISBN : 9783460320581
ISBN13 : 978-3460320581
Format Type : Hardcover
Language : Deutsch
Publisher : Katholisches Bibelwerk 31 Mai 2011
Number of Pages : 380 Pages
File Size : 995 KB
Status : Available For Download
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Das Buch Ijob Reviews

  • Volker Eschen
    2018-11-06 07:58

    Egal, was man vom Buch Ijob (für Leser der Lutherbibel: Hiob) hält, ist es auf jeden Fall gut und sinnvoll, diese Übersetzung zu lesen. Was in keiner anderen mir bekannten deutschen Übersetzung sichtbar wird, springt einem hier ins Auge: Ijob ist kein Prosatext sondern Poesie! Was auch Lesern, die das hebräische original kennen, meist bisher entgangen sein dürfte, hat Fridolin Stier mit seiner kongenialen Übersetzung allen Lesern zugänglich gemacht. Dadurch gehört er nicht nur zu den bedeutendsten deutschen Alttestamentlern, sondern auch zu den Meistern der deutschen Sprache.

  • birnbaum
    2018-10-22 05:01

    Im März 2011 jährt sich der Heimgang des Tübinger Alttestamentlers F. Stier (*1902 ' 1981) zum 30. Mal. Konsequent erschien also im ersten Quartal 2011 die Neuausgabe eines Klassikers aus 1954, die kommentierte Verdeutschung des Buches Ijob (Hiob).Warum nach 56 Jahren eine Neuausgabe dieser vielzitierten und wenig gelesenen alttestamentlichen Besonderheit? Die Jährung des 30. Sterbedatums mag ein Grund sein; ein weitaus wesentlicherer aber wohl die Qualität dieser Arbeit. Damals, 1954, war der Kauf der Erstausgabe dieses theologischen Werkes zum gewichtigen Preis von DM 48.- jedenfalls nur betuchten Enthusiasten und Theologen möglich; heute schätzt sich der Leser glücklich, die Schwerpunkte von Stiers Forschungen vom Katholischen Bibelwerk zu einem Bruchteil €,- in die Hand zu bekommen.Was zeichnet dieses Buch aus? 144 Buchseiten sind in vier Inhalte unterteilt; zunächst verfasste die renommierte katholische Theologin Eleonore Beck eine kurze allgemein verständliche Einleitung zum Wesen des Buches Ijob und zum Ringen des Leid- Tragenden mit seinem Gott. Darauf folgt die meisterhafte Verdeutschung des Professors für orientalische Sprachen. Und diese Übertragung hat es in sich: Stiers Ijob liest sich nur mit dem unbedingten Vorsatz, in die Hebraica so unmittelbar wie möglich einzudringen. Verständnishilfen, die die deutsche Sprache bietet, sind durchgängig weggelassen. Ijob drängt sich dem Leser ohne Umschweife hart an: die Übersetzung verlangt dem Leser des 21. Jahrhunderts eine umfassende Sprachkenntnis und eine gewisse Kombinationsgabe ab. Bei der intensiven Lektüre wird man unweigerlich an die Sprachkunst der Verdeutschung der Schrift von Martin Buber & Franz Rosenzweig erinnert, deren Leitwortstil hierzulande Epoche machte. Stier konnte - betreffs des Ijob- Buches - kaum von Buber proftitiert haben, denn dessen Werk >Ijob< erschien erst acht Jahre später, nämlich 1962, im Druck. Wer sich also der Mühe unterzieht, Ijob zu lesen, wird sich fraglos einem sprachlichen Meisterwerk stellen. Sperrig, nuancenreich, sprachgewaltig und ungewohnt reich an Vokabular ist die Masorah nach Kittels BHS ins Deutsche hinübergesetzt. Drittens, auf gut 40 Seiten, die Auslegung: Im Unterschied zur O- Ausgabe wurde diese zwar von einer ehemaligen Studentin Stiers, Matha Sonntag, gekürzt; das tut der Qualität keinerlei Abbruch. Diese Auslegung bietet Dreifaches: 1. Der Fall Ijob. 2. Der Prozess. 3. Das Urteil und der Ausgang. Auch hier bekommt der Leser nichts geschenkt; Stier verlangt ihm einiges ab. Eines wird sehr bald deutlich: Der Dozent ist selber Hörender der Ijobs- Botschaft und somit Betroffener; anders als viele Kollegen aus der Theologenzunft ist er kein Oberlehrer, der die biblische Schrift wie einen Schüleraufsatz meint bewerten und korrigieren zu müssen. Stier resümiert unter der Zwischenüberschrift "Das Recht" zum 2. Absatz: "Ijob verklagt Gott bei Gott. Und glaubt, erwartet, verlangt, dass in Gott der Gott des Rechtes dem Gott der Gewalt obsiege: In Ijob kommt die Erfahrung der Fremdheit Gottes zum elementaren Ausbruch. Noch lebt er im Bilde des vertrauten, ethisch ihm einverständigen Gottes. Sich klammernd an dieses Bild, erschrocken vor dem Antlitz des Fremden, den er >>sieht<<, ringt er um den vertrauten Gott, den er kennt, den Gott des Rechts, und weiß doch den einen im andern und trennt sie nicht. Des einen trotz allem gewiß, des andern gewahr, führt Ijob seinen Kampf um Gott und wider Gott zugleich, einen Kampf, der wohl im Medium des Wortes spielt, eines Wortes aber, in dem Leben sich verdichtet." Anhand des unerwartet auftretenden "Schiedsmanns Elihu" etwa (Kap. 32), der nach der Meinung von namhaften Kollegen (hier: Gg. Fohrer) aus dem Buch hinauszuwerfen ist, konstatiert Stier: "Ungern würde man auf den knappen, genauen Schriftsatz verzichten, indem er einleitend den augenblicklichen Sachstand der Dinge präzisiert. (.....) Mit Eifer waltet Elihu dieses Amtes, und man möchte sagen, mit ziemlichem Geschick." (S.116 f).Zu guter Letzt erzählt Martha Sonntag, das Buch würdig beschließend, Wesentliches aus der Vita des streitbaren katholischen Theologen, auch Bezug nehmend auf seine beiden Tagebuchveröffentlichungen >Vielleicht ist irgendwo Tag< (1981) und >An den Wurzeln der Berge< (posthum, 1984).Diese unscheinbare bibliophile Kostbarkeit sei alle denen wärmstens empfohlen, die abseits von allzu leicht verdaulicher Bibelkost in die Tiefenschichten der Ijob- Schrift hinabsteigen wollen. Das Original >Das Buch Ijjob. Hebräisch und deutsch. Übertragen und ausgelegt und mit Sach- und Worterläuterungen versehen von Fridolin Stier<; Kösel- Verlag. München 1954, wurde um die Hebraica sowie die Text- und Sacherläuterungen gekürzt.