Read Benedikt XVI.: Ein Porträt by Heinz-Joachim Fischer Online

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Title : Benedikt XVI.: Ein Porträt
Author :
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ISBN : 345127681X
ISBN13 : 978-3451276811
Format Type : Other Book
Language : Deutsch
Publisher : Herder Freiburg Auflage 2 2005
Number of Pages : 405 Pages
File Size : 662 KB
Status : Available For Download
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Benedikt XVI.: Ein Porträt Reviews

  • Dr. Karl-Heinz Hecke
    2018-11-20 21:29

    Für deutsche Buchverlage ist die zurückliegende Papstwahl ein Glücksfall: Ganz auf der Welle der »Wir-sind-Papst«-Stimmung haben sie - kaum dass die Bücher über Johannes Paul II. den Weg in die Regale gefunden haben - mit Büchern über Benedikt XVI. die Bestsellerlisten erobert: Autoren, die den »deutschen« Papst persönlich kennen, gibt es ja genügend. Und viele der mehr als dreißig von ihm geschriebenen Bücher sind schnell mit einer neuen Hülle und einer veränderten Autorenangabe (statt »Joseph Ratzinger« hieß der Autor »Benedikt XVI.« und der alte Inhalt hat damit eine ganz neue Autorität verliehen bekommen).Der Autor des im katholischen Herder-Verlag erschienenen Porträtbandes »Benedikt XVI.«, Heinz-Joachim Fischer, seit 1978 Korrespondent der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung« in Italien und beim Vatikan, ist - wie er immer wieder zu erkennen gibt - seit Jahrzehnten mit Joseph Ratzinger persönlich bekannt und arbeitete seit geraumer Zeit an einer Biografie des Kardinals. Nun musste er sich - leider - beeilen, den Band nach dessen Papstwahl schnell auf den Markt zu bringen. Trotz der gebotenen Eile: Der Band hat es »in sich«. Mit profunder Kenntnis zeichnet er das Leben Ratzingers nach. Und in seiner Darstellung der Vorgänge um das Konklave schlagen sich seine langjährigen Kontakte zu Vatikan-Insidern deutlich nieder. Es ist ein Band geworden, der fachlich hervorragend und in der Sprache ansprechend ist - der theologisch geschulte Journalist ist eben auf jeder Seite zu erkennen. Was mich eher geärgert hat, ist die ständige Betonung des Autors, wie lange und wie gut er Joseph Ratzinger persönlich kennt und mit wieviel Bewunderung er dessen Weg begleitet hat. Dies hatte der Autor wirklich nicht nötig, könnte sein inhaltlich hervorragendes Buch doch auch aufgrund seiner anderen Qualitäten bestehen.

  • taciturus
    2018-12-02 21:44

    Ich stehe dem Buch eher gespalten gegenüber. Einerseits ist es sehr gut zu lesen und es ist auch sicher durch die "Freundschaft" zwischen dem Autor und Joseph Ratzinger etwas Besonderes. Andererseits habe ich nicht das Gefühl, dass es wirklich ein Buch über Joseph Ratzinger hätte werden sollen, sondern einfach ein Buch, dass auf den Papstzug mit aufspringen wollte.Also wäre Ratzinger nicht zum Papst gewählt worden, wäre das Buch vermutlich nicht allzu bald veröffentlicht worden, da in dem schmalen Buch, die Wahl zum Papst doch einen verhältnismäßig sehr großen Teil einnimmt.Das soll jetzt nicht heißen, dass das Buch schlecht wäre, nur kommt für mich der Teil des Lebens von Joseph Ratzinger vor April 2005 etwas zu kurz. Während die Geschehnisse rund um den Tod von Johannes Paul II. und das Konklave und die ersten Tage als Papst doch sehr ausführlich beschrieben werden.Alles in allem ist es aber eine gut zu lesende Biographie, die für alle Leser geeignet ist, die etwas mehr über das Leben von Joseph Ratzinger in Kurzform erfahren wollen.

  • Amazon Customer
    2018-12-02 20:50

    Der Autor schreibt im Vorwort, dass „es ein Buch über Joseph Ratzinger werden sollte". Also ein lange geplantes Porträt über den Theologieprofessor, Kardinal, Präfekten der Glaubenskongregation. Es ist die Stärke dieses mit 190 Seiten vom Umfang her relativ knappen Buches, dass es nicht nach der Papstwahl irgendwelche allgemein bekannten Fakten aus dem Leben Ratzingers zusammenträgt, sondern aus einer langen Bekanntschaft (Fischer nennt es mehrfach vorsichtig „Freundschaft") des Autors mit dem Kardinal gespeist wird. Fischer zeigt sehr eindrucksvoll die Kontinuität im Leben und der „Karriere" Ratzingers auf. Ratzingers Verständnis der Kirche wird deutlich. Bei aller Freundschaft benennt der Autor auch die „schwächeren Seiten" Ratzingers , z.B. die Ungeduld mit intellektuell Unterlegenen (wobei gleichzeitig wie an mehreren anderen Stellen eine große Identifikation Fischers mit „seinem" Kardinal zu spüren ist, im Sinne von „Die meisten sind einfach zu blöd, um mit Ratzinger mitzuhalten, ich aber kann auf Augenhöhe mit ihm reden").Leider merkt man deutlich, dass das Buch noch nicht „fertig" war, als es jetzt plötzlich erscheinen musste. Die Kapitel über die Papstwahl und die ersten Tage als Papst fallen deutlich gegenüber dem Vorhergehenden ab, wenn auch „Schmankerl" wie der Wortlaut der ersten Predigt von Benedikt XVI durchaus ihren Reiz haben. Es war wohl zu wichtig, auf den Papstbücherverkaufsrauschzug mit aufzuspringen und nicht dem Konkurrenten Andreas Englisch von der BILD das Feld zu überlassen.Dennoch: Ein lesenswertes und auch sprachlich ansprechendes Buch, das den neuen Papst differenzierter begreifen lässt, als es die allgemeinen Schubladen „konservativ" oder „rückwärtsgewandt" zu vermitteln versuchen.