Read Primaten und Philosophen: Wie die Evolution die Moral hervorbrachte by Frans de Waal Online

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Sind wir von Natur aus gut Mssen wir Moral erlernen oder sind wir doch von Natur aus dazu befhigt Und wie steht es damit bei Primaten und anderen Affen Frans de Waal zeigt an vielen Beispielen, dass moralisches Verhalten wie Rcksichtnahme oder gegenseitige Hilfe evolutionre Vorteile sichert, die fr Tiere genauso bedeutsam sind wie fr Menschen Die verbreitete Vorstellung, Menschen wie Tiere seien genetisch als pure Egoisten konzipiert, wre damit widerlegt Knnen Affen zwischen Gut und Bse unterscheiden Warum der Primatenforscher Frans de Waal mit seiner Moraltheorie berzeugt Dem miesen Menschenbild seiner Zunft setzt de Waal Mitleid, Einfhlung, Interesse und Selbstlosigkeit bei Menschen undMenschenaffen entgegen Richard D Precht im Spiegel...

Title : Primaten und Philosophen: Wie die Evolution die Moral hervorbrachte
Author :
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ISBN : 3423346590
ISBN13 : 978-3423346597
Format Type : Paperback
Language : Deutsch
Publisher : dtv Verlagsgesellschaft 1 Februar 2011
Number of Pages : 224 Seiten
File Size : 590 KB
Status : Available For Download
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Primaten und Philosophen: Wie die Evolution die Moral hervorbrachte Reviews

  • Juergen Schwab
    2018-10-18 21:16

    Frans de Waal gehört zu der wachsenden Gruppe von Wissenschaftlern, die im sozialen Verhalten des Menschen einen wesentlichen Evolutionvorteil sehen. Damit stellt er sich gegen evolutionsbiologisch geprägte Positionen, die er "Fassadentheorie" nennt, wonach der Mensch im Kern egoistisch sei (vgl. Dawkins egoistische Gene) und erst die Kultur ihn zu einem Wolf im Schafspelz mache.Mithilfe zahlreicher Beispiele vor allem aus der Welt der Primaten untermauert de Waals seine Vorstellung, dass ethisches und empathisch/altruistisches Verhalten uns bereits evolutionär in die Wiege gelegt wurde. Er geht dabei allerdings nicht soweit, unseren nächsten Verwandten zu viel "Menschlichkeit" zu unterstellen. Er ist jedoch davon überzeugt, dass sich zumindest Menschenaffen in andere hineinversetzen können und Empathie, sowie ein Gefühl für Fairness auch bei niederen Affen nachgewiesen werden kann.Insgesamt ist diese Buch höchst lesenswert für alle, die sich einen Überblick über den Stand der Forschung zu diesem Thema verschaffen wollen.Für de Waals spricht zudem, dass er im letzten Teil seines Buches auch seine Kritiker zu Wort kommen läßt und auf deren Kritik ausführlich eingeht.

  • Wolfgang W.
    2018-11-04 22:53

    Das Thema wird gut dargestellt, aber ist schwierig zu lesen. Es handelt sich keinesfalls um ein Einstiegsbuch in die Thematik. Insbesondere die Fachbegriffe der Philosophie sollten bereits bekannt sein. In der Gesamtheit aber hoch informativ.

  • loving_jamaica
    2018-11-04 22:53

    Mein lebensgefährte liebt affen und die bücher von frans de waal sind da genau das richtige. Sie geben wirklich tiefgreifende einblicke in die natur der primaten und liefern spannende anekdoten und interessante sichtweisen.

  • Helga Piller
    2018-11-10 22:17

    Frans de Waal ist zweifellos einer der bedeutendsten Verhaltensforscher unserer Zeit. In diesem Buch stellt er auf der Grundlage sehr umfangreicher Forschungen seine Schlussfolgerungen zu den Anfängen der Evolution der Moral dar. Anschliessend nehmen vier Philosophen zu seinen Aussagen Stellung. Diese Kommentare aus dem Elfenbeinturm und ohne jegliche eigene konkrete Forschungsarbeit an Primaten fällt gegenüber den fundierten Aussagen des Verhaltensforscher naturgemäss stark ab. Zum Glück erhält Frans de Waal zuletzt selbst die gelegenheit, die vierPhilosophen- Kommentare wieder zurechtzurücken. Danach legt der Leser das Buch, das er zumindest hinsichtlich der Frans de Waal Abschnitte mit Gewinn gelesen hat, zufriedengestellt aus der Hand.Dr. Dieter Bedenig, Solothurn

  • Sandra Matteotti
    2018-10-24 03:09

    Das vorliegende Buch bietet einen interdisziplinären Diskurs, welcher auf einer Vorlesung Frans de Waals innerhalb der „Tanner-Lectures on Human Values“ basiert. Drei Philosophen und einEvolutionspsychologe nehmen de Waals Sicht in der Folge kritisch unter die Lupe, halten ihre Argumente dagegen, worauf Frans de Waal in einer abschliessenden Antwort reagiert.Frans de Waal führt seine jahrzehntelange Erfahrung in der Primatenforschung sowie evolutionstheoretische Betrachtungen ins Feld, um darauf aufbauend über die Moral des Menschen nachzudenken. Beim Blick auf die Natur des Menschen unterscheidet er zwei grundlegende Strömungen, mit der Moralität des Menschen umzugehen. Die eine, die Fassadentheorie, sieht den Menschen als von Natur böse und Moral als kulturelles Konstrukt, das zu wählen dem Menschen möglich ist. Auf der anderen Seite steht die evolutive Ethik, welche Moralität als Ergebnis einer Entwicklung vom Sozialverhalten der Tiere hin zu einer menschlich immanenten Wesenseigenschaft sieht.Mit Beispielen aus seiner Primatenforschung zeigt Frans de Waal Grundzüge sozialer Interaktion und auch Emotionen wie Empathie bereits bei diesen Tieren vorhanden. Aufgrund dieser Entdeckung schliesst er, dass die menschlichen Anlagen zur Empathiefähigkeit sowie die Bedürfnisse nach Kooperation und Moral nicht kulturelle Fassade, sondern sich in einer evolutionären Kontinuität entwickelte Natur sei.Bei allen Parallelen zwischen Tieren und Menschen gibt es durchaus Unterschiede, welche sowohl Frans de Waal wie auch die anderen Autoren des Buches thematisieren. Zentral sind dabei sicher die Sprachfähigkeit und kognitive Fähigkeiten, welche beim Menschen weiter ausgebildet sind.Peter Wright behandelt im Anschluss an de Waals Artikel die Problematik von Anthropomorphismen, Philip Kitcher und Christine M. Korsgaard sehen die menschliche Moralität stärker im kognitiven Bereich (im Gegensatz zum eher emotional gesteuerten Verhalten der Tiere), wozu auch Peter Singer tendiert, welcher aufgrund von Versuchen mit Hirnscans für eine kognitiv rationale Moralität beim Menschen plädiertDie Wahrheit findet man durch dieses Buch nicht, aber sicher viele Ansätze aus diversen Forschungsrichtungen, die sich gegenseitig in Frage stellen aber auch befruchten. Das Buch zeugt von der gegenseitigen Achtung der Autoren und vermittelt dem Leser damit eine unbeschwerte Sicht auf die grundlegenden emotionalen Verhaltensweisen des menschlichen Tieres. Denn:"Es ist klar, dass Tiere keine Menschen sind, genauso klar ist aber, dass Menschen Tiere sind."