Read Selbst und Rechtfertigung: Antwort auf Martin Walser by Lutz Abeling Online

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Martin Walser hat an der Universit t von Harvard zum 9 November, dem vieldeutigen Schicksalstag der deutschen Geschichte, einen gro en Vortrag gehalten, in dem er sich der alt christlichen Frage nach der Rechtfertigung des Menschen stellt einer Frage, die nicht nur in das Zentrum seines Selbstverst ndnisses, sondern auch der Deutschen und des Abendlandes berhaupt zielt Walser attestiert der Philosophie und der sch nen Literatur Anspruchslosigkeit, weil sie zu der Wendung von der Frage nach der Rechtfertigung zum blo en Rechthabenm ssen, in dem Vergessen der Frage und insbesondere zu der Wiederaufnahme der Frage bei Karl Barth, seiner erdbebenhaften Zerst rung der Kulturkulisse des Vergessens, auch seiner harschen Verwerfung des modernen autonomen Selbsts, nichts zu sagen haben Dieses Buch nimmt die Herausforderung f r die Philosophie auf und versucht das Thema neu aufzurollen nicht in direkter Auseinandersetzung mit Thesen Walsers, sondern als eigenst ndige Bearbeitung der Frage, durchaus auch mit einer etwas anderen Tendenz als sie Walser in Nachfolge Barths dem Leser nahelegt Das Buch entfaltet so die Frage nach Rechtfertigung, S nde und Gnade zu einem Panorama der Geschichte des abendl ndischen Geistes, indem es die Entsprechungen zu jenen Motiven in Philosophie, Dichtung und profanem Denken aufsucht Besondere Ber cksichtigung erf hrt dabei die spezifisch deutsche Geschichte, die Problematik des Verh ltnisses der Dichter und Denker zu den Richtern und Henkern, f r deren Verst ndnis sich gerade die Frage der Rechtfertigung u erst fruchtbar erweist Die Betrachtung wird dann fortgef hrt bis in die Zeit von Euro und Globalisierung, also in die Gegenwart Das Buch entfaltet diese Frage nicht als religi se oder literarische Betrachtung, sondern prim r als philosophische, orientiert an der gro en abendl ndischen Tradition von Platon, Aristoteles bis Hegel Es tut dies aber nicht als streng begriffliche Abhandlung auf schulm ige Absicherung jedes Gedankens durch einen Apparat von Beweisen und Fu noten wurde verzichtet Die Entfaltung des Gedankens vollzieht sich vielmehr im Wechselspiel und als Ineinanderscheinen philosophischer, theologischer, mythischer, literarischer, politischer und auch banal konomischer Motive, wozu dann auch eine etwas eingehendere Betrachtung der gro en Trag dien Shakespeares, des Faust und zentraler Schriften Kafkas geh rt Sie wird die Fragestellung ziemlich verfremden und in ein sicher sehr ungewohntes Licht tauchen Es geht denn mehr um Orientierung, um berblick und Zusammenhang, auch um Verst ndlichkeit, um den Versuch, die Dinge zu sortieren, anstatt sie in akribischer Genauigkeit im Detail hieb und stichfest fixieren zu wollen an Monografien und enyklop dischen Darstellungen zu jedem einzelnen der angesprochenen Punkte besteht ja durchaus kein Mangel Als solcher Versuch, die ltere, vor allem aber die j ngere Geschichte auf einen starken, philosophisch reflektierten Begriff der abendl ndischen Vernunft als Einheit von Selbst und Rechtfertigung hin zu entfalten, den Bogen zu schlagen von den Urspr ngen des Christentums bis zur Globalisierung unter Wahrung des geistigen Zusammenhangs, ist dieses Buch einzigartig Der Autor hat diverse akademische und nicht akademische Grade in den genannten F chern Andere Werke des Autors Der Ring des Nibelungen Eine philosophische Deutung, 2012...

Title : Selbst und Rechtfertigung: Antwort auf Martin Walser
Author :
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ISBN : 148000944X
ISBN13 : 978-1480009448
Format Type : Other Book
Language : Deutsch
Publisher : CreateSpace Independent Publishing Platform 28 September 2012
Number of Pages : 268 Seiten
File Size : 977 KB
Status : Available For Download
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Selbst und Rechtfertigung: Antwort auf Martin Walser Reviews

  • Norbert Schierer
    2018-12-05 04:21

    Dieses Buch kann ich nur mit "unverständlich" beurteilen.Es fehlt außer der Verständlichkeit die Übersicht,der Zusammenhang,der Anreiz zum Weiterlesen und der logische Zusammenhang.Ich kann dieses Buch nur mit extrem negativ bewerten.

  • Hans-Jürgen
    2018-12-15 03:03

    Man muss dem Vorrezensenten zugute halten, dass er auf die Tiefstapelei des Untertitels hereingefallen ist. "Antwort auf Martin Walser" könnte heißen, sich mit ein paar Klassikern der Literatur und einigem philosophischen Hintergrund mit der Frage nach der Rechtfertigung auseinanderzusetzen und die Walserschen Frage und ihre Unteraspekte systematisch abzuarbeiten.Tut der Autor aber nicht, sondern Walser ist ihm bestenfalls ein Aufhänger, um ... ja, was eigentlich? Um die philosophische Signatur unserer Zeit im Spiegel der Philosophiegeschichte mit dem "Instrument" (sorry, Herr Abeling, da würden Sie schon protestieren!) einer weiter entwickelten Dialektik im Geiste Hegels (Hegel 2.0 könnte man sagen) zu fassen. Wie immer man auch zu den Ergebnissen stehen mag: Da verfügt jemand souverän über alle maßgeblichen Texte der philosophischen Tradition. Da wird nicht weitläufig entlang der Quelle referiert und es werden keine "kümmerlichen Flammen aus dem Aschehäufchen" gepustet, sondern da lodert ein Feuer ganz eigener Art. Und wer das Allgemeine und das Besondere, das Positive und seine Negation und die Aufhebungen von beidem in jedem Einzelnen ... und die Tatsache, dass all dies sich nicht in Verästelungen ausdifferenziert, sondern wiederum eine Einheit bildet, nicht nachvollziehen kann, tja, der darf ruhig weiter Precht und Scobel lesen.

  • JorgeLuis
    2018-12-06 07:15

    Einziger Einwand: der Titel des Buches verrät nicht, was dem Leser da geboten wird.Denn eigentlich rollt Abeling die Philosophiegeschichte des Abendlandes auf. Dabei führt er uns von den frühesten Vorläufern hin zur Entwicklung des Denkens im Mittelalter (endlich einmal habe ich Thomas von Aquin verstanden), erklärt uns die Reformation und bald darauf befinden wir uns in der Gegenwart, zu der Lutz Abeling überraschende Kommentare bereit hält.Das Buch gehört in die Semesterapparate philosophischer Proseminare und ist ein Muss für kritische Köpfe.